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AC/DC rocken Hannover Manöverkritik nach der Feuertaufe mit AC/DC-Show
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01:07 27.05.2010
Von Uwe Janssen
Gedränge vor der Bühne: Luftaufnahme vom AC/DC-Konzert. Quelle: Thomas

Rund 80 000 Menschen waren gekommen, um die australischen Hardrocker von AC/DC zu sehen. Schon kurz nach Konzertende gab es allerdings teilweise heftige Reaktionen im Internetforum von haz.de, wo die Reaktionen zwischen „absolut genial“ und „unter aller Sau“ schwankten.

Lob gab es vielfach für die Band, ihre Show und den Sound. Beschwerden gab es vor allem von Menschen, die sich bei 80 Euro Eintrittspreis ärgerten, dass sie auf dem Gelände zwischen Expo-Holzdach und Halle 27 zwar gut gehört, aber nicht viel gesehen hatten. Außer dem Rollstuhlfahrerpodest gab es keine Tribünen, und weiter hinten hatten Besucher Probleme, das Geschehen auf der Bühne oder den über und neben den Musikern angebrachten Leinwänden zu verfolgen. Auf der Nordseite auch deshalb, weil das Gelände leicht abschüssig war, sodass von dort nicht nur für kleine Menschen nur der obere Teil der Bildschirme einzusehen war. „Höher hängen!“ war gestern eine oft formulierte Forderung. Einigen war das Konzertgelände insgesamt einfach zu voll.

AC/DC in Hannover: Bilder vom Konzert auf dem Messegelände im Mai 2010.

Michael Lohmann von Veranstalter Hannover Concerts stellte gestern klar, dass nur eines von beidem geht: entweder eine kleinere Veranstaltung oder AC/DC. Für die Zuschauerkapazität beispielsweise der AWD-Arena, also rund 40 000 Menschen, sei die Band nicht zu haben gewesen. Lohmann war insgesamt mit der Feuertaufe für den Hermesplatz zufrieden. Dass bei 80 000 Menschen nicht alle zufrieden seien, sei ihm klar – das sei aber selbst bei ausverkauften Konzerten im Capitol so. Gleichwohl nehme er die Beschwerden ernst. „Es ist alles notiert. Man kann die Verteilung des Publikums auf dem Gelände noch optimieren, die Videowände, den abschüssigen Teil. Vielleicht kann man auch die Zuwegung vom Norden noch einmal verbessern.“ Selbst über den Aufbau von Tribünen können man nachdenken. All diese Punkte sollen nach Beendigung des Abbaus in einer „Manöverkritik“ angesprochen werden. Grundsätzlich solle der Platz weiterhin als Konzertort erhalten bleiben. Das gelte aber auch für das Stadion, in dem am 12. August die irische Band U2 mit einer spektakulären Mittelbühne erwartet wird – trotz einer Rückenoperation von Sänger Bono übrigens planmäßig, wie Lohmann gestern sagte.

Keine Alternative ist nach Lohmanns Worten dagegen der ehemalige Messe-Ost-Parkplatz, auf dem in den Jahren 2003 bis 2005 Robbie Williams, die Stones und Herbert Grönemeyer aufgetreten waren. „Das Gelände ist renaturiert worden. Es war aufgrund seiner erhöhten Lage sehr windanfällig, und der Boden war an einigen Stellen zu weich.“

Die Verkehrsprobleme bei der An- und Abreise, die ebenfalls für Unmut sorgten, hatten wiederum verschiedene Gründe. Ein Unfall und eine Baustelle hatten zu erheblichen Wartezeiten vor dem Konzert geführt. Auch nach der Show war bei Autofahrern Geduld gefragt. Rund 20.000 der 30.000 Parkplätze rund um das Gelände waren am Dienstag belegt.

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