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Kunstfestspiele Herrenhausen 2010 Studenten sorgen für eine verspielte Pause
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12:59 07.06.2010

Mit nur 2 Monaten Vorbereitungszeit und einem Arbeitspensum von täglich 12 Stunden in den letzten beiden Wochen stellten För Künkel (23), Franziska Riedmiller (22), Kamilla Grochowski (24), Margrit Flagner (24), Simon Futterlieb (24), Fabian Siepelmeyer (26) und Hannes Schmitt eine Lounge auf die Beine, die vor Spielereien und barocken Einrichtungen nur so strotzt.

Schon von außen lockt das Gebäude mit Skurilitäten, wie einem Straußenvogel im Schneckenhaus, oder einem fünfbeinigen Wildschwein mit Rehkopf. Die Designer berichteten uns, wie sie darauf kamen: "Die sind tatsächlich aus einer Barockidee entstanden." Als man damals in die neue Welt gezogen ist, wurden Tierarten entdeckt, die man zuvor noch nie gesehen hatte. Um sie daheim vorzuzeigen, wurden Zeichnungen angefertigt, welche weiter übertragen und mehrmals verändert wurden. So kam es dann zu Fabelwesen jeglicher Art. Natürlich fordern die Tierbilder Fantasie, um sich mit ihnen auseinander zu setzen. Die Mischung aus Barock und Spiel ist gelungen.

Drinnen geht es weiter. In der oberen Etage des Gebäudes gibt es neben einer reichlich ausgestatteten Bar, barocke Sitzmöbel verschiedener Art und Farbe. Fast wie eine Spielwiese sind sie angeordnet, chaotisch und doch einladend. Hier kann man sich entspannen und den Ausblick auf die Gärten genießen, oder sich im hinteren Teil mit der Kuriosität aus Rädern und Rädchen auseinandersetzen. Was die Damen und Herren der FH sich da ausgedacht haben, erinnert stark an eine Experiment. "Natürlich ist auch das dem Barock entlehnt" wurde uns verraten, weiterhin soll es den Besucher "ein bisschen animieren dran rumzuspielen". Bei Nacht sollte man sich das übrigens auch mal anschauen.

In der unteren Etage wurde Freitag früh noch fleißig gewerkelt. Eine Schlange von rostigen Tischplatten reiht sich aneinander, geschmückt von Lampeninstallationen. Dieser Bereich erinnert an einen Festsaal, vermischt mit jeder Menge Spielereien. Ähnlich einer Festtafel aus vergangener Zeit trifft man sich hier, um einen Schluck zu trinken und sich zu unterhalten. Die Lounge bietet uns einen festlichen Bereich zum Plauschen, einige Sitzmöglichkeiten zum genießen, lässt den Spieltrieb aber nicht in Vergessenheit geraten. Eine kleine Pause lohnt sich allemal.

Yannick Paskamp und Anna Gießler

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