„Fluch der Karibik 4“
Was nach dem dritten „Fluch der Karibik“-Teil noch als vage Spekulation galt, ist inzwischen Gewissheit: Die erfolgreichste Piraten-Saga aller Zeiten wird fortgesetzt. Unter dem Titel „Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides“ entsteht momentan die vierte Folge rund um die Abenteuer von Captain Jack Sparrow, den natürlich erneut Johnny Depp spielt. Zwar sind Keira Knightley und Orlando Bloom definitiv nicht mehr an Bord, aber dafür steht ein anderer äußerst vielversprechender Name auf der Besetzungsliste: Penélope Cruz. Die Oscar-Preisträgerin („Vicky Cristina Barcelona“) ist als Tochter des Bösewichts Blackbeard zu sehen, den der Brite Ian McShane („Deadwood“) verkörpert.
Während die ersten drei Teile von Gore Verbinski inszeniert wurden, übernimmt bei der Fortsetzung Rob Marshall das Ruder. Ob die Wahl des Regisseurs, der die mittelmäßigen Musicals „Chicago“ und „Nine“ in Szene gesetzt hat, nun Fluch oder Segen ist, wird sich zeigen. Ich persönlich glaube nicht, dass er an die unterhaltsame Leichtigkeit der Vorgänger anknüpfen kann. Bleibt also zu hoffen, dass Johnny Depp wieder eine überragende Leistung bietet – und die Zuschauer so bei Laune hält.
Nach Aussage von Produzent Jerry Bruckheimer geht es in „Fluch der Karibik 4“ um die Suche nach dem Jungbrunnen. Der Film soll im Sommer 2011 in den Kinos starten.
„Mission: Impossible IV“
Fans von Tom Cruise – ja, die gibt es tatsächlich, ich zähle zum Beispiel auch dazu – können sich freuen. Der Schauspieler schlüpft ein weiteres Mal in die Rolle des IMF-Agenten Ethan Hunt und wird in „Mission: Impossible IV“ wieder unmögliche Aufträge ausführen.
Charakteristisch für die Filmreihe ist, dass sich alle Teile durch einen individuellen Stil und eine völlig unterschiedliche Atmosphäre auszeichnen. Brian De Palma inszenierte „Mission: Impossible“ (1996) als klassischen Agentenfilm, John Woo lieferte mit „Mission: Impossible II“ (2000) einen perfekt durchgestylten Actionkracher ab, und J.J. Abrams legte bei „Mission: Impossible III“ (2006) viel Wert auf eine ausgewogene Mischung aus Charakter- und Thrillermomenten. Und auch der Regisseur des vierten Teils, der zweifache Oscar-Gewinner Brad Bird („Die Unglaublichen“), wird der Reihe sicher eine ganz persönliche Note verleihen.
Über die Handlung oder weitere Darsteller ist bislang nichts bekannt. J.J. Abrams („Star Trek“) wird den Film auf jeden Fall produzieren, und als Autorenteam konnten Josh Appelbaum und André Nemec verpflichtet werden, die bereits Drehbücher zu Abrams' Serie „ALIAS – Die Agentin“ verfasst haben. Kinostart von „Mission: Impossible IV“ soll Ende 2011 sein.
„Scream 4“
Eine der beliebtesten Filmreihen unter Gruselfans ist die „Scream“-Trilogie. Der erste Teil von 1996 löste einen wahren Boom von Teenie-Horror-Thrillern aus und gilt mit seiner selbstironischen Herangehensweise an die Regeln des Genres als stilbildend. Unverwechselbares Markenzeichen der Reihe ist außerdem die Maske des Mörders, die dem Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch nachempfunden ist. Und genau die wird es demnächst wieder auf der großen Leinwand zu sehen geben.
Mit „Scream 4“ kommt 2011 nämlich der Auftakt zu einer weiteren Trilogie in die Kinos. Der Film spielt genau 15 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils – und zeigt tatsächlich noch einmal die drei wichtigsten Darsteller in ihren bekannten Rollen. Neve Campbell verkörpert erneut Sidney Prescott, Courteney Cox ist wieder als Gale Weathers zu sehen, und David Arquette mimt noch einmal Dewey Riley. Außerdem werden viele neue Charaktere eingeführt, die dann – falls sie überleben sollten – auch in den Teilen fünf und sechs mitspielen. Das Drehbuch stammt von „Dawson's Creek“-Erfinder Kevin Williamson, der bereits die ersten beiden „Scream“-Teile geschrieben hat. Regie führt zum vierten Mal Wes Craven.
Einige werden bestimmt entgeistert schreien und denken: „Was für eine überflüssige Fortsetzung.“ Ich freue mich jedoch auf den Film. Das wird bei dem Team sicher wieder ein Mordsspaß!
„Spider-Man 4“
Ein vierter Teil, der eigentlich nur scheitern kann, ist dagegen das für 2012 geplante Reboot von „Spider-Man“. Viele werden sich jetzt sicher fragen: „Äh, Moment mal, wieso Reboot? Das ist doch eine Fortsetzung.“ Das würde im Prinzip auch stimmen, wenn Tobey Maguire wieder mit dabei wäre.
Hieß es Ende des vergangenen Jahres noch, dass der Schauspieler auch im kommenden Teil in die Rolle von Peter Parker alias Spider-Man schlüpft, ist nun sicher, dass er und Regisseur Sam Raimi definitiv nicht mehr an dem Projekt beteiligt sind. Stattdessen will das produzierende Studio die Reihe mit einem neuen, jüngeren Hauptdarsteller rebooten. Der Film soll an der Highschool spielen und sich sowohl um typische Teenagerkonflikte als auch um Superheldenprobleme drehen.
Was soll man dazu sagen? Das ergibt ja auch total Sinn, diese angestaubte „Spider-Man“-Reihe, die ja schon vor Ewigkeiten – also im Jahr 2002 – begonnen wurde und mit einem inzwischen uralten – also 34-jährigen – Hauptdarsteller aufwartet, neuzustarten. Zudem ist „Spider-Man 3“ mit einem weltweiten Einspielergebnis von gerade mal 885 Millionen Dollar ja so was von gefloppt, da muss unbedingt ein Neuanfang her. Die Fans werden sich den Film ganz sicher ansehen, die bezahlen doch sowieso für alles, wo „Spider-Man“ draufsteht. Nö, diesmal nicht. Ich steige erst wieder 2018 in die Reihe ein, wenn dann endlich „Spider-Man im Kindergarten“ in den Kinos startet.
HAZ.de Anmeldung