Den 12. August 2010 sollten sich Fans der Achtziger-Jahre-Fernsehserie „The A-Team“ schon mal rot im Kalender anstreichen. Denn das ist der offizielle deutsche Starttermin für das Kino-Reboot rund um das kultige Vierergespann. Unter dem Titel „Das A-Team – Der Film“ lassen es Liam Neeson als Hannibal, Bradley Cooper als Face, Sharlto Copley als Murdock und Quinton Jackson als B.A. Baracus ordentlich krachen. Über die Handlung ist zwar noch nichts bekannt, aber die ist bei dem Actionspektakel sowieso eher zweitrangig. Dem ersten veröffentlichten Trailer nach zu urteilen, scheint das Konzept eines neu besetzten A-Teams jedenfalls aufzugehen. Der Wiedererkennungswert ist vorhanden, die Atmosphäre stimmt, und das Ganze fühlt sich nach einem spaßigen Sommer-Blockbuster mit Fortsetzungspotenzial an. Um es mit Hannibals Worten zu sagen: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“
Ein Reboot, das eigentlich nur scheitern kann, ist dagegen „Spider-Man 4“. Viele werden sich jetzt sicher fragen: „Äh, Moment mal, wieso Reboot? Das ist doch eine Fortsetzung, also ein Sequel.“ Das würde im Prinzip auch stimmen, wenn Tobey Maguire wieder mit dabei wäre. Hieß es Ende des vergangenen Jahres noch, dass der Schauspieler auch im vierten Teil in die Rolle von Peter Parker alias Spider-Man schlüpft, ist nun sicher, dass er und Regisseur Sam Raimi definitiv nicht mehr an dem Projekt beteiligt sind. Stattdessen will das produzierende Studio die Reihe mit einem neuen, jüngeren Hauptdarsteller rebooten. Der Film soll an der Highschool spielen und sich sowohl um typische Teenagerkonflikte als auch um Superheldenprobleme drehen. Was soll man dazu sagen? Das ergibt ja auch total Sinn, diese angestaubte „Spider-Man“-Reihe, die ja schon vor Ewigkeiten – also im Jahr 2002 – begonnen wurde und mit einem inzwischen uralten – also 34-jährigen – Hauptdarsteller aufwartet, neuzustarten. Zudem ist „Spider-Man 3“ mit einem weltweiten Einspielergebnis von gerade mal 885 Millionen Dollar ja so was von gefloppt, da muss unbedingt ein Neuanfang her. Die Fans werden sich den Film ganz sicher ansehen, die bezahlen doch sowieso für alles, wo „Spider-Man“ draufsteht. Nö, diesmal nicht. Ich steige erst wieder 2018 in die Reihe ein, wenn dann endlich „Spider-Man im Kindergarten“ in den Kinos startet.
Zum Glück gibt es in der Kinolandschaft aber auch noch die Verjüngungen, die wirklich funktionieren und nicht zu ihrer eigenen Karikatur verkommen. Das hat Regisseur J.J. Abrams im vergangenen Jahr eindrucksvoll mit dem elften „Star Trek“-Film bewiesen. Momentan wird fleißig am Drehbuch der Fortsetzung gearbeitet, und ein vorläufiger Startzeitraum für „Star Trek XII“ ist auch schon bekannt gegeben worden: Sommer 2012. Ob Abrams wieder auf dem Regiestuhl Platz nimmt, ist zurzeit noch unklar, er wird aber auf jeden Fall als Produzent an dem Film beteiligt sein. Gerüchten zufolge könnte möglicherweise Kirks Erzfeind Khan Noonien Singh in dem Sequel auftauchen, der bereits in „Star Trek II – Der Zorn des Khan“ eine tragende Rolle gespielt hat. Interessant dürfte auch die weitere Entwicklung der Vulkanier sein, die im elften Teil ja ihre Heimatwelt verloren haben.
Besonders gefreut habe ich mich in den letzten Wochen über die Meldung, dass einer meiner absoluten Lieblingsregisseure sehr wahrscheinlich den nächsten Teil der 007-Reihe inszenieren wird. Oscar-Preisträger Sam Mendes steht momentan in Verhandlungen für die Regie bei „James Bond 23“, in dem erneut Daniel Craig in die Rolle des MI6-Agenten schlüpft. Mendes, der mit seinen Filmen „American Beauty“, „Road to Perdition“, „Jarhead“, „Zeiten des Aufruhrs“ und „Away We Go“ fünf Meisterwerke aus fünf verschiedenen Genres abgeliefert hat, ist in meinen Augen genau der Richtige, um die mit „Casino Royale“ und „Ein Quantum Trost“ eingeleitete realistische Gangart der 007-Streifen würdig fortzuführen. Momentan wird noch am Drehbuch des 23. Bond-Abenteuers gearbeitet, das nach Aussagen der Autoren mit einer wirklich „schockierenden Geschichte“ aufwartet. Der Film soll 2011 in die Kinos kommen.
Zu den Überraschungserfolgen des vergangenen Jahres zählte das äußerst innovative Science-Fiction-Drama „District 9“, das anhand von Außerirdischen in Johannesburg die soziale und politische Lage des afrikanischen Kontinents thematisierte. Der Film spielte ein Vielfaches seiner Produktionskosten ein und gilt unter Fans des Genres bereits als moderner Klassiker. Der Gedanke eines zweiten Teils liegt da natürlich nahe. „Falls die Story stimmt“, wäre Regisseur Neill Blomkamp auch zur Inszenierung eines weiteren Films bereit. Am meisten würde ihn ein „District 9 Prequel“ interessieren, also die Vorgeschichte der bekannten Ereignisse.
Auch Regisseur James Cameron hat 2009 einen Science-Fiction-Hit gelandet. Sein 3-D-Meisterwerk „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ ist bereits der kommerziell zweiterfolgreichste Film aller Zeiten – direkt hinter „Titanic“, den er ebenfalls inszeniert hat. Inzwischen wurde offiziell bestätigt, dass der Film fortgesetzt wird. In dem Sequel „Avatar 2“ stehen erneut Jake Sully (Sam Worthington) und die Eingeborene Neytiri (Zoe Saldana) im Mittelpunkt. Laut Cameron müsse der zweite Teil aber nicht unbedingt ausschließlich auf Pandora spielen. Die Reise könnte beispielsweise auch zu anderen Planeten oder Monden gehen. Egal, auf welche Welt uns Cameron in der Fortsetzung entführt – das von ihm geschaffene Universum bietet einen derart großen kreativen Spielraum, dass er seine Zuschauer auf jeden Fall wieder ins Staunen versetzen wird. Und vielleicht schafft er es sogar, den ersten Teil noch zu übertreffen. Mit seiner „Terminator“-Fortsetzung ist ihm das ja schließlich schon einmal gelungen.
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