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Los Angeles

Oscar-Nominierungen: „Avatar“ und „Tödliches Kommando“ vorn

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Die Nominierungen für den wichtigsten Filmpreis der Welt sind am Dienstag bekannt gegeben worden: „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ und „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ sind jeweils in neun Kategorien für den Oscar vorgeschlagen.
Schauspielerin Anne Hathaway und Tom Sherak, Präsident der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“, haben am Dienstag die Oscar-Nominierungen bekannt gegeben.

Schauspielerin Anne Hathaway und Tom Sherak, Präsident der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“, haben am Dienstag die Oscar-Nominierungen bekannt gegeben.

© ap

James Camerons Science-Fiction-Epos und Kathryn Bigelows Kriegsdrama gehen damit als absolute Favoriten in das Rennen um die begehrten Goldtrophäen. Neben möglichen Auszeichnungen in den Königsklassen „Bester Film“ und „Beste Regie“ können sich „Avatar“ und „Tödliches Kommando“ unter anderem Hoffnung auf Prämierungen in den Nebenkategorien „Beste Kamera“, „Bester Schnitt“ und „Beste Musik“ machen. Mitte Januar hat Camerons Zukunftsszenario ja bereits den Golden Globe für das „Beste Drama“ erhalten und ist seit Kurzem der kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten. Beim Publikum kommt „Avatar“ also an, aber auch bei der Oscar-Jury?

Der stärkste Konkurrent in den Königskategorien – und mein persönlicher Favorit für die Verleihung – ist Quentin Tarantinos brillante Kriegssatire „Inglourious Basterds“, die acht Nominierungen erhalten hat. Neben der Auszeichnung als „Bester Film“ würde ich mich besonders über den Regie-Oscar für Tarantino freuen, der mit diesem Film wirklich eine inszenatorische Meisterleistung vollbracht hat. Als fast schon sicher gilt die Prämierung von Christoph Waltz als „Bester Nebendarsteller“ – den Golden Globe für seine zynisch-schleimige Darstellung des „Judenjägers“ Hans Landa hat er ja bereits bekommen. Weitere Auszeichnungen könnte „Inglourious Basterds“ in den Kategorien „Bestes Original-Drehbuch“, „Beste Kamera“, „Bester Schnitt“ und „Bester Tonschnitt“ erhalten.

In diesem Jahr gibt es erstmals zehn Nominierungen für den „Besten Film“. Die Verantwortlichen wollen dadurch der Gala mehr Spannung geben und gleichzeitig auch ein breiteres Publikum ansprechen. Neben „Avatar“ und „Inglourious Basterds“ sind beispielsweise auch „District 9“ und „Oben“ vertreten – alles Publikumslieblinge und Kassenmagneten, aber nicht unbedingt typische Oscar-Kandidaten. Bei nur fünf Vorschlägen hätten es diese Filme sehr wahrscheinlich nicht mit auf die Liste geschafft.

Als klarer Favorit für den Hauptdarsteller-Oscar gilt Jeff Bridges für seine Leistung in dem Drama „Crazy Heart“. Er spielt darin einen gealterten Country-Sänger, der inzwischen dem Alkohol verfallen ist. Konkurrenten in dieser Kategorie sind etwa George Clooney, der für die Tragikomödie „Up in the Air“ nominiert ist, und Morgan Freeman, der für seine Darstellung von Nelson Mandela in der Biografie „Invictus – Unbezwungen“ vorgeschlagen ist.

Auch für die „Beste Hauptdarstellerin“ gibt es eine klare Favoritin: Sandra Bullock für „Blind Side – Die große Chance“. In dem Sportdrama spielt sie eine Mutter, die einen schwarzen Teenager in ihre Familie aufnimmt und sein Talent als Football-Spieler entdeckt. Weitere aussichtsreiche Oscar-Anwärterinnen in dieser Kategorie sind Helen Mirren für „Ein russischer Sommer“ und die Standard-Nominierte Meryl Streep für „Julie & Julia“.

Die deutsch-österreichische Koproduktion „Das weiße Band“ von Regisseur Michael Haneke kann sich berechtigte Hoffnungen auf einen Auslands-Oscar machen. Das kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs spielende Drama wurde bereits mit dem Golden Globe und dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet – ein meist recht zuverlässiger Indikator für die Prämierung des „Besten nicht englischsprachigen Films“.

Die 82. Verleihung der Oscars, offiziell „Academy Awards“, findet am 7. März in Los Angeles statt. Moderieren werden die Gala die Schauspieler Steve Martin und Alec Baldwin, die momentan gemeinsam im Film „Wenn Liebe so einfach wäre“ in den deutschen Kinos zu sehen sind.


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  • Effektheischerei ZehnDinge – 07.02.10
    Die Academy Awards verkommen auch in diesem Jahr einmal mehr zu kommerzieller Effektheischerei, denn anders sind die viel zu vielen Nominierungen von mittelmäßigen "Blockbustern" in Kategorien wie "Bester Film" nicht zu erklären. Man kann über die technischen Aspekte von "Avatar" begeistert sein, wie man will, genug Tiefgang für einen inhaltlichen Oscar hat er beleibe nicht, und daran ändert sich auch nichts, wenn aber Millionen Flie^H^H^H^H ... zahlende Besucher den Kinos die Filmsäle einrennen.
  • Oscar M-Jay – 02.02.10
    Ich hoffe darauf, dass Christoph Waltz den Oscar für seine Rolle in „Inglourious Basterds“ gewinnt. Er hat es mehr als verdient.
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