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Los Angeles

Oscar-Verleihung: „Tödliches Kommando“ räumt sechs Preise ab

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Regisseurin Kathryn Bigelow hat das Duell mit ihrem Exmann James Cameron klar für sich entschieden: Ihr Irak-Kriegsdrama „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ räumte bei der 82. Oscar-Verleihung sechs Preise ab, während „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ mit nur drei Prämierungen hinter den Erwartungen zurückblieb.
Abräumer des Abends: Kathryn Bigelows Kriegsdrama „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ hat sechs Oscars erhalten.

Abräumer des Abends: Kathryn Bigelows Kriegsdrama „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ hat sechs Oscars erhalten.

© afp

„Tödliches Kommando“ konnte die begehrten Goldtrophäen in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes Original-Drehbuch“, „Bester Schnitt“, „Bester Ton“ und „Bester Tonschnitt“ für sich verbuchen. Der Film war mit insgesamt neun Nominierungen ins Rennen gegangen. Kathryn Bigelow hat außerdem Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Frau, die jemals den Regie-Oscar bekommen hat.

Ebenfalls neunmal vorgeschlagen war James Camerons „Avatar“, der immerhin mit drei Auszeichnungen in den Kategorien „Beste visuelle Effekte“, „Beste Kamera“ und „Beste Ausstattung“ prämiert wurde. Das Science-Fiction-Spektakel hat inzwischen weltweit mehr als 2,5 Milliarden Dollar eingespielt und ist damit der kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten.

Der stärkste Konkurrent für „Tödliches Kommando“ und „Avatar“, Quentin Tarantinos achtfach nominierte Kriegssatire „Inglourious Basterds“, hat leider nur einen Oscar erhalten – in der Kategorie, in der im Vorfeld der Verleihung eine Auszeichnung als nahezu sicher galt. Der Österreicher Christoph Waltz ist für seine zynisch-schleimige Darstellung des „Judenjägers“ Hans Landa als „Bester Nebendarsteller“ prämiert worden.

Auch bei den übrigen Schauspieler-Oscars gab es keine Überraschungen. Jeff Bridges hat erwartungsgemäß – und sehr verdient – die Goldtrophäe als „Bester Hauptdarsteller“ für seine Interpretation eines gealterten und alkoholabhängigen Country-Sängers in „Crazy Heart“ gewonnen. Sandra Bullock, der noch am Vorabend der Schmähpreis „Goldene Himbeere“ für die Komödie „Verrückt nach Steve“ überreicht wurde, ist bei der Oscar-Gala für das Sportdrama „Blind Side – Die große Chance“ als „Beste Hauptdarstellerin“ ausgezeichnet worden. Für ihre Rolle in dem Außenseiterdrama „Precious“ hat Mo'Nique in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ gewonnen.

Deutschlands Hoffnungen auf den Auslands-Oscar für Michael Hanekes Drama „Das weiße Band“ wurden dagegen nicht erfüllt: Zum „Besten nicht englischsprachigen Film“ ist der argentinische Beitrag „El secreto de sus ojos“ gekürt worden.

Als großer „Star Trek“-Fan hat es mich besonders gefreut, dass J.J. Abrams' vierfach nominierte Neuauflage der Weltraum-Saga wenigstens den Oscar für das „Beste Make-up“ erhalten hat.


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  • And the Oscar goes to... M.J. – 08.03.10
    Christoph Waltz! Awesome! Er hat ihn wirklich verdient, ich freue mich richtig.

    The Hurt Locker muss ich mir ja dann mal ansehen, wenn er so gut weggekommen ist.

    =)
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