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2500 Fans feiern die Pet Shop Boys in Hannover

Swiss Life Hall 2500 Fans feiern die Pet Shop Boys in Hannover

Lieder vom neuen Album "Super", aber natürlich auch altbekannte Klassiker hatten die Pet Shop Boys im Gepäck. Am Sonntagabend begeisterte das Elektropop-Duo das Publikum in der mit 2500 Gästen gut gefüllten, aber nicht randvollen Swiss-Life-Hall.

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Quelle: Schaarschmidt

Hannover. Alles rauscht. Alles fließt. Alles dreht und windet sich, alles ist bunt und hüpft. Obwohl sich bei diesem Duo nur einer bewegt. Willkommen in der mobilen Pet-Shop-Boys-Disko, am Sonntag in Hannover in der mit 2500 Gästen gut gefüllten, aber nicht randvollen Swiss-Life-Hall. 

Klassiker und neue Songs vom Album "Super" präsentieren die Pet Shop Boys in der Swiss Life Hall.

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Live ist es eine Art One-Man-Duo. Die Pet Shop Boys sind seit gut 30 Jahren erfolgreich. Chris Lowe steht seit gut 30 Jahren bemützt und weitgehend regungslos hinter irgendwelchen Keyboards. Die Arbeit auf der Bühne, wenn man es so nennen kann, macht Neil Tennant. Er ist mittlerweile 62, singt so klar und jugendlich wie eh und je und verleiht dem Ganzen das, was die Pet Shop Boys schon immer ausmacht: Stil. 

Tennant ist kein Marktschreier, er ist auch kein Tänzer, eher ein freundlicher Herr, ein Gentleman, der, hätte er anfangs nicht eine Fantasiekopfbedeckung auf, gerade aus Downton Abbey oder dem Haus am Eaton Place entlaufen sein könnte. Und wer sonst nennt einen Diskosong "Love is a Bougeois Construct"? Er trägt Anzug, später Glitzerblouson. Seine Pose ist Haltung, er mag kein Gefuchtel, eigentlich mag er nicht mal das Publikum zum Mitmachen animieren. "Guten Abend, Hannover", sagt er immerhin und, dass das Publikum "amazing" ist. 

Er lässt tanzen. Die Leute in der Swiss-Life-Hall. Anfangs nur die im Stehbereich vor der Bühne, weil die Musik, vornehmlich vom aktuellen Album "Super", und vor allem Tennants Stimme zu leise sind. Das wird später deutlich wuchtiger. Und er lässt die Bilder hinter sich tanzen. Was auf der Leinwand läuft, sind keine Illustrationen zum Song, es ist der Song, seine optische Hälfte, das, was beim Konzertgast vorne reingeht. Auch hier: Stil. Kunst. Pop Art. Art Pop. Bühnendesignerin Es Devlin hat für U2, Beyonce, Lady Gaga, Take That gearbeitet, für Opernhäuser in ganz Europa, und sie hat die Schlussfeier der Olympischen Spiele in London maßgeblich optisch möbliert. In dieser Größenordnung sind die Pet Shop Boys zu Hause. Drunter machen sie es nicht. Im zweiten Teil, dem Hitteil, liegt die Halle in einem zuckenden Lasergitter.

Musik ist eben der andere Teil dieses Gesamtkunstwerks. Die Pet Shop Boys haben mehr als 50 Millionen Platten verkauft, sind das erfolgreichste britische Musikduo aller Zeiten und haben 22 Singles in die britischen und einen Gutteil auch in die deutschen Top Ten gehievt. Ihre Musik hat sich über die gut 30 Karrierejahre immer leicht an die Sounds der Zeit angelehnt, ansonsten hat sich kaum etwas verändert.  Auch in Hannover gibt es kaum Abweichungen vom Original. Und wenn, wird es angesagt wie bei "Left to my own Devices" kurz vor Schluss. "Alter Song, neue Version", sagt Tennant. Muss reichen. Dann schwebt wieder sein heller, klarer Gesang über Tanzbeats und breiten, oft jubilierenden Klangteppichen. Eine feine Hookline im Refrain, fertig ist der Hit. So haben sie es immer gemacht. Ob "Love comes quickly", "It's a Sin", "Go West" oder im Zugabenteil "Domino Dancing" und "Always on my Mind".

Am Ende hängen große bunte Ballons über den "Pop Kids". Es dampft dann doch noch so richtig in der Halle. Als die Leute gehen, sind die zwei Stunden noch nicht rum, es ist noch hell. 21.50 Uhr. Eigentlich noch nicht mal Diskozeit. 

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