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45.000 Fans feiern die Wiedervereinigung von Take That

Konzert in Hamburg 45.000 Fans feiern die Wiedervereinigung von Take That

Auch 16 Jahre nach der Trennung der Band haben die Fans die größte Boyband aller Zeiten nicht vergessen: Take That beehren Hamburg mit viel Bombast und in Originalbesetzung. Und wollen beweisen: Die Jungs von einst sind zu Männern gereift.

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45.000 Fans haben die Wiedervereinigung von Take That gefeiert - ein pompöses Bühnenbild gehört da natürlich dazu.

Quelle: Hannah Suppa

Hamburg. Das Schreien haben sie nicht verlernt, das klappt heute genauso gut wie zu besten Boyband-Zeiten in den neunziger Jahren: Die Zuschauer in der Hamburger Imtech-Arena geben ihr Bestes, Take That ihren ganz großen Auftritt zu geben. 1995 stieg Robbie Williams aus der Britband aus, 1996 trennte sich die Truppe – und 2011 stehen sie nun wieder gemeinsam auf der Bühne und bespielen die ganz großen Arenen Europas.

Doch die große Wiedervereinigung wird hinausgezögert: Erst die Pet Shop Boys zur Einstimmung und dann sind sie plötzlich da. Doch einer fehlt. Auf Robbie Williams soll die Masse erst mal warten. „Rule the World“ singen die vier, Mark Owen lässt die Tausenden die deutsche Nationalhymne singen, die anderen bedanken sich artig für den Applaus. Feuerwerk, Tänzer, Kleinkunst und Akrobatik auf der Bühne, ein bisschen Take That im Wunderland. Das war Akt Nummer eins.

Und dann kommt er: Robbie Williams, der große Entertainer, der vor einigen Jahren in Hannover und Hamburg allein solch eine Masse an Menschen anzog. Dass er wirklich gekommen ist, erleichtert das Publikum: Am Wochenende hatte die Band das Konzert in Kopenhagen abgesagt, Robbie hatte sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen. Das erzählt er spitzbübisch und erhält das verlangte Mitleid. Nun sind viele Fans aus Dänemark nach Hamburg gekommen – und so ist die Arena doch noch fast bis auf den letzten Platz voll geworden.

Den zweiten Akt bespielt Robbie Williams allein

„Fuck“ sagt Robbie oft, greift sich in den Schritt, tut das, was er eben immer schon getan hat. Und das Publikum antwortet mit „Robbiee!“-Schreien. Seine Truppe gibt Robbie den Raum für die Faxen: Den zweiten Akt darf er ganz allein bespielen. „Let me entertain you“, „Rock DJ“, „Feel“ und „Angels“. Kurz scheint vergessen, dass es hier um Take That geht – und nicht um Mr. Williams.

Zu fünft bestreiten sie dann endlich den dritten Akt, spielen die Radiohits aus ihrem neuesten Album „Progess“ und tun alles dafür zu zeigen: Die Jungs von einst sind Männer geworden, statt zuckersüßen Popsongs gibt es beatlastige Songkreationen. Das pompöse Bühnenbild illustriert die Wandlung, die Weiterentwicklung. Doch sie müssen zurück zu den Anfängen: Sie spielen „Pray“ und tanzen dazu synchron wie damals, sie singen „Back for good“, „Babe“, „Everything changes“ – und lassen sich mit Fanfaren, Chor und Feuerwerk zu „Never Forget“ verabschieden.

Ein paar Zugaben gibt es noch, dann ist die Reise in die Vergangenheit vorbei – vor allem für die Fans. Die sind aus ganz Norddeutschland nach Hamburg gekommen, um sich noch einmal an Teenagertage zurückzuerinnern. Wie Jana Meyer (26) aus Kassel und ihre Freundin Tessa Kölling (30) aus Cuxhaven: „Wir haben damals jeden Schnipsel über die Band gesammelt“, erzählen sie. Jana Meyer kam in Take-That-Shirt aus alten Zeiten. „Damals durften wir auf kein Konzert, unsere Eltern fanden, wir seien zu jung.“ Nadine (27) und Katja (43) aus Kiel sind nach dem Konzerterlebnis ganz nostalgisch: „Wir verbinden die Musik mit alten Zeiten: Die Show war einfach super. Besonders Robbie: Der ist einfach ein toller Entertainer.“

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