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62. Eutiner Festspiele beginnen

Eröffnung mit „Nabucco“ 62. Eutiner Festspiele beginnen

Nach einer verregneten Saison 2011 sah es auf der Eutiner Freilichtbühne vor der ersten Premiere 2012 wieder trübe aus. Doch der Wettergott erhörte das Flehen der Verantwortlichen. Die umjubelte Premiere ging trocken über die Bühne.

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Der Sänger Taras Konoshchenko als Zacharias singt am Freitag in Eutin mit dem Chor auf der Aufführung der Oper „Nabucco“.

Quelle: dpa

Eutin. Mit Giuseppe Verdis erstem Bühnenerfolg, seiner Oper „Nabucco“, haben am Freitagabend die 62. Eutiner Festspiele im Schlosspark begonnen. Das Publikum feierte die stimmungsvolle Inszenierung von Intendantin Dominique Caron mit starkem Beifall. Die musikalische Leitung hatte Urs-Michael Theus. Er führte mit internationalen Solisten, einem stattlichen Chor sowie einem aus norddeutschen Städten engagierten Festspiel-Orchester sicher durch den Abend am Großen See.

Trotz schlechter Wettervorhersage und einem Schauer kurz vor Beginn der Premiere blieb es dann trocken und windstill. Die von alten Bäumen umstandene Freilichtbühne konnte ihren besonderen Reiz entfalten. Das Spiel um Liebe, Macht und Religion war trotz der italienischen Sprache zu begreifen. Fast alle Solisten gaben am Grünen Hügel von Eutin ihr Debüt.

In der Titelrolle des Babylonierkönigs Nabucco glänzte Devid (rpt Devid) Cecconi mit kraftvollem Bariton. Der Sänger war wegen der Absage eines Kollegen kurzfristig eingesprungen und wurde entsprechend bejubelt. Den Gegenspieler des Königs, den jüdischen Propheten Zacharias, sang Taras Konoshchenko aus der Ukraine. Auch die beiden weiblichen Hauptrollen waren mit der Bulgarin Romelia Lichtenstein (Abigail) und der ukrainischen Sopranistin Svitlana Slyvia (Fenena) gut besetzt.

Eine Hauptrolle spielt in dieser Oper der Chor, den Gabriele Pott vorbereitet hatte. Den Schlager des Abends, den berühmten Gefangenenchor, ließ die Regisseurin nicht von der Bühne singen. Die Chormitglieder, mit Windlichtern ausgestattet, standen vielmehr auf dem höchsten Rang der Tribüne, sangen also im Rücken des Publikums. Die Wirkung war so groß, dass der Dirigent die Dakapo-Rufe der Zuschauer erhörte und den Chor wiederholen ließ.

Weitere Werke in der Geburtsstadt des Komponisten Carl Maria von Weber sind in diesem Sommer die Oper „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti, die Operette „Die Blume von Hawaii“ mit der Musik von Paul Abraham sowie eine Bearbeitung von Webers „Der Freischütz“ für Kinder. Die Festspiele, die mit Gala-Abenden beendet werden sollen, dauern bis zum 19. August.

Weitere Informationen zu den 62. Eutiner Festspielen.

dpa

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