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Alt-Bundespräsident Wulff kritisiert Xavier Naidoo

„In der Nähe von Totengräbern der Demokratie“ Alt-Bundespräsident Wulff kritisiert Xavier Naidoo

In die Debatte um Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims hat sich nun auch Christian Wulff eingeschaltet. Der Alt-Bundespräsident kritisiert den Sänger deutlich. „Naidoo begibt sich in die Nähe des Hasses“, sagt Wulff in einem Interview.

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Christian Wulff will keine Naidoo-Platten mehr kaufen.
 

Quelle: dpa/imago

Mannheim.  Alt-Bundespräsident Christian Wulff (57) nimmt den Sänger Xavier Naidoo wegen seiner umstrittenen Liedtexte in die Verantwortung. „Er begibt sich in die Nähe von Totengräbern der Demokratie, in die Nähe des Hasses“, kritisierte Wulff im „Mannheimer Morgen“.

Naidoo verfüge als erfolgreicher Musiker über viel Macht. „Und wer über viel Macht verfügt, der hat auch viel Verantwortung.“ Dieser werde der Sänger aber so nicht gerecht.

„Ich mag seine Musik durchaus“, verriet Wulff. Er sehe aber „jedenfalls im Moment keine Veranlassung, seine Konzerte zu besuchen oder seine Platte zu kaufen“.

Radiosender distanzieren sich

Naidoo und seine Band Söhne Mannheims sehen sich dem Vorwurf des Rechtspopulismus ausgesetzt, unter anderem wegen kritischer Zeilen über Politiker in ihrem neuen Lied „Marionetten“. Anfang der Woche hatte es deswegen ein Krisentreffen zwischen der Stadt Mannheim und der Popband gegeben - Naidoo hatte danach mitgeteilt, dass das Lied zugespitzt und möglicherweise missverständlich sei. Die Radiosender NDR 2 und Bremen Vier distanzierten sich von Konzerten mit Naidoo.

25.000 Menschen feierten auf der Expo-Plaza beim Plaza Festival 2016 ihre musikalischen Lieblinge. Den Anfang beim machten am Glasperlenspiel und Joris. Am Abend spielten noch Sarah Connor, Rea Garvey und The Boss Hoss.

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Zuvor hatten Sponsoren reagiert: Die Versicherungsgesellschaft HUK-Coburg, die ein Festival mit den Söhnen Mannheims sponsort, hat sich von der Band distanziert. „Die Botschaften im Lied „Marionetten“ finden wir unakzeptabel“, teilte die Versicherungsgesellschaft mit.

Wegen des umstrittenen Liedes "Marionetten" der Söhne Mannheims zieht sich der NDR von der Präsentation des Plaza Festivals zurück. Hannover Concerts führe die Veranstaltung nun allein durch – samt des Auftritts von Xavier Naidoo und der Söhne Mannheims.

Robbie Williams kommt, Helene Fischer kommt, Bryan Adams kommt, Zucchero, Westernhagen, Coldplay, Depeche Mode, Guns n’ Roses, System of a Down – alle treten in Hannover auf, dazu kommen die Plaza-Festivals, bei denen 25.000 Besucher pro Tag feiern werden.

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Von dpa/RND/zys

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Marius Müller-Westernhagen spielt vor 10.000 Menschen in der ausverkauften Tui-Arena.