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Ausgezeichnete Naturfotos im Landesmuseum

"Glanzlichter der Naturfotografie" Ausgezeichnete Naturfotos im Landesmuseum

Mehr als 20.000 Fotografien werden jedes Jahr beim internationalen Wettbewerb "Glanzlichter der Naturfotografie" eingereicht. Die 87 besten Bilder der letzten Jahre werden bis zum 25. September in einer Ausstellung im Landesmuseum gezeigt. Landschafts-, Pflanzen- und Vogelfotografien sind zu sehen.

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Frank Thomas Arnhold: „Der alte Baum“.

Quelle: Frank Thomas Arnhold

Hannover. Es ist kein einsamer Wolf, der dort im Dunkeln sitzt und nicht dazugehört zu denen, die im Schein der Lampen ihr kleines Leben leben. Es ist nur eine Kröte. Und statt vor einer Bar, die kühl und rätselhaft wie eine vereinsamte Großstadtseele wirkt, hockt sie vor einer ganz normalen Garage. Und doch wirkt das Foto von Fabio Pupin mit seinen weiten dunklen Flächen wie ein Gemälde von Edward Hopper. Der Italiener hat mit der Kröte einen Preis des diesjährigen internationalen Wettbewerbs „Glanzlichter der Naturfotografie“ gewonnen. Sein Bild mit dem Titel „Abendspaziergang“ ist nun zusammen mit 86 weiteren ausgezeichneten Werken im hannoverschen Landesmuseum zu sehen.

Vor 18 Jahren hat die Fotografin Mara Fuhrmann den Wettbewerb ins Leben gerufen. Inzwischen bekommt sie jährlich mehr als 20 000 Bildeinsendungen von Fotografen aus aller Welt, die sich um die Preise in klassischen Disziplinen bewerben wie Landschafts-, Pflanzen- und Vogelfotografie, aber auch in besonderen Kategorien wie „Wildtiere in menschlicher Umgebung“. Eine Jury aus vier renommierten Naturfotografen hat daraus die besten Bilder ausgewählt, die dann an verschiedenen Orten in Deutschland und der Schweiz in Ausstellungen gezeigt werden.

Die 87 besten Bilder des Fotowettbewerbs "Glanzlichter der Naturfotografie" werden bis zum 25. September in einer Ausstellung im Landesmuseum gezeigt.

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Im hannoverschen Landesmuseum hängen die Fotos nicht wie im vergangenen Jahr, als die Schau erstmals in Hannover gastierte, in den Naturwelten. Sie teilen sich die in vornehmes Rot gehaltenen Wände diesmal mit den Bildern von Lovis Corinth und Max Beckmann, die nur ein paar Meter weiter hängen.

Tatsächlich lassen sich so nicht nur bei Fabio Pupin Bezüge zur Kunst entdecken. Auf einem Foto machen sich Siebenschläfer über einen Korb mit Äpfeln her. Es erinnert an die Stillleben des italienischen Barock. Eine vereiste Kraterlandschaft sieht bei Maurice Lepetit aus wie das Auge eines fabelhaften Drachen. Frank Thomas Arnholds Porträt einer alten Buche ist Kunst am Baum, und die Wolkenformation, die der Deutsche Thomas Kolenbrander an der isländischen Westküste fotografiert hat, lässt an die weiten Himmel Casper David Friedrichs denken. Kolenbrander ist mit seinem Bild „Dramaturgie des Himmels“ zum „Naturfotografen des Jahres“ gekürt worden.

Andere Fotografen haben spektakuläre oder unterhaltsame Momente festgehalten, wie etwa der Chinese Yuan Minghui, der einen Frosch auf einem Lotusblatt fotografiert hat. Das Blatt ist noch zusammengerollt und spiegelt sich teilweise im Wasser, sodass es aussieht wie in Hemdkragen mit Fliege. Der Frosch sitzt genau am Kragenknopf - bereit, die Fliege zu fangen.

Die Schau läuft bis zum 25. September.

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