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Kultur Vorhang auf mit Glanz und Gloria
Nachrichten Kultur Vorhang auf mit Glanz und Gloria
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13:11 04.05.2014
Von Simon Benne
Ernst August von Hannover, Stephan Weil, Stefan Schostock und Bernd Busemann betrachten die Krone. Quelle: Alexander Körner
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Pattensen

Es war eine Mischung aus aristokratischem Familientreffen und illustrem Kulturevent: Rund 300 Gäste gaben sich am Mittwochnachmittag bei der Eröffnung der Ausstellung "Der Weg zur Krone" auf Schloss Marienburg bei Hannover die Ehre – darunter Vertreter des europäischen Hochadels. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte der Hausherr, Erbprinz Ernst August von Hannover, im Burghof seine Gäste.

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300 Jahre Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien

Paul von Griechenland, dessen Großmutter Friederike aus der Welfenfamilie stammte, war ebenso nach Pattensen gekommen wie Bernhard Prinz von Baden. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis busserlte Ernst Augusts jüngeren Bruder Christian, und während "Hannoversche Schlossbeißer auf Senfkrustencanapé" gereicht wurden, plauderten Bernhard Prinz von Baden und Georg Friedrich Prinz von Preußen über die Ausstellung, die an gleich zwei Jubiläen erinnert: Vor 300 Jahren begann die Epoche der Personalunion, als Hannovers Herrscher gleichzeitig Könige von Großbritannien war – zudem wurde vor 200 Jahren das Königreich Hannover gegründet.

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Ernst August von Hannover, Stephan Weil, Stefan Schostock und Bernd Busemann betrachten die Krone.

"Ich bin überzeugter Republikaner", sagte Ministerpräsident Stephan Weil, "aber ich bin auch ein geschichtsinteressierter Mensch – und die Welfen haben in Niedersachsen eine außerordentlich wichtige Rolle gespielt." In einem Festakt erinnerte Prinz Michael of Kent, Cousin von Queen Elisabeth II., als Vertreter des britischen Königshauses an die hannoversch-britische Personalunion. Er selbst hegt beste Erinnerungen an Niedersachsen: "Ich war in den sechziger Jahren als Soldat in Bergen-Hohne stationiert", berichtet er schmunzelnd. "War eine schöne Zeit."

Ernst August, der junge Erbprinz, war sichtlich aufgeregt, als er die Ausstellung eröffnete: "Sie symbolisiert meinen Wunschtraum, ein offenes und lebendiges Schloss, das Menschen dazu einlädt, hannoversche Geschichte zu erleben", sagte er.

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Paul von Griechenland war mit blau-weiß gestreifter Krawatte gekommen - eine kleine Reminiszenz an die Nationalfarben des Landes, dessen Kronprinz er als Kind noch war. Inzwischen ist die Monarchie dort abgeschafft, aber für die Hellenen brach er auf der Marienburg gleichwohl eine Lanze: "Viele Menschen haben dort gute Arbeit geleistet, das Land hat sich nach der Krise stabilisiert - das verdient großen Respekt."

In der Ausstellung präsentieren die Welfen die 1843 gearbeitete Krone des Königreichs Hannover, Silbermöbel und andere Schätze. Alle 70 Objekte stammen aus dem Privatbesitz und waren teils noch nie öffentlich zu sehen. Die Ausstellung ist auf Schloss Marienburg bis zum 9. November täglich von von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Weitere Infos gibt es hier. Vom 17. Mai an beleuchtet zudem eine große niedersächsische Landesausstellung in fünf Schlössern und Museen die Zeit, als die Royals aus Hannover kamen.

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