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Ausstellung über Sexualität und Fußball im Schwulen Museum

Kunstobjekte Ausstellung über Sexualität und Fußball im Schwulen Museum

Fußball ist eine Männerdomäne – daran kann auch die anstehende WM der Frauen nicht rütteln. Das Schwule Museum in Berlin beleuchtet das Thema Sexualität und Fußball auf künstlerische Weise: Eines von 22 Objekten zeigt einen Fußball mit weiblichem Geschlechtsteil.

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Eine Ausstellung beleuchtet das Thema Sexualität und Fußball.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Berlin. Ein Fußball mit weiblichem Geschlechtsteil und sich küssende Kicker im Siegesrausch: Eine Ausstellung im Schwulen Museum beleuchtet das Thema Sexualität und Fußball auf künstlerische Weise. „Wir fanden es wichtig, zu markieren, dass das ein Thema ist“, sagte die Kuratorin der Ausstellung, Birgit Bosold, am Mittwoch in Berlin. „Fußball ist einfach ein Feld, in dem Männlichkeit rauf und runter zelebriert wird und auch Körperlichkeit eine große Rolle spielt.“

Homosexualität hingegen sei „ein richtiges No Go“, sagt Bosold. 22 Kunstobjekte sollen das nun ändern - darunter auch ein Fußball, in den eine der Künstlerinnen eine pinke Vulva genäht hat. Die Ausstellung wird am Donnerstagabend eröffnet.

„Ich habe eine sehr persönliche Beziehung zu diesem Objekt, weil ich als Mädchen selbst Fußball spielen wollte“, sagt Macherin Franziska Vollborn. Sie hatte sich mit ihrer Arbeit auf eine Ausschreibung des Museums beworben. Viele deuteten das weibliche Geschlechtsteil fehl und hielten es zunächst für eine Rose, erzählt die Künstlerin. „Es gibt fast eine Scheu, zuzulassen, was es sein könnte.“

Neben den Arbeiten der Künstler zeigt die Schau ein ganz besonderes Relikt des Frauenfußballs: Das Kaffee-Service von 1989. Die DFB-Frauen hatten es bei der Fußball-Europameisterschaft als Siegprämie bekommen.

dpa

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