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Kultur Barack Obama bringt erstes Kinderbuch heraus
Nachrichten Kultur Barack Obama bringt erstes Kinderbuch heraus
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16:04 16.11.2010
Das Buch stellt 13 Persönlichkeiten aus der US-Geschichte vor. Quelle: ap

Das erste Kinderbuch von US-Präsident Barack Obama ist bei seinem Erscheinen am Dienstag mit Kritik aus dem politisch rechten Lager Amerikas aufgenommen worden. Das Werk „Of Thee I Sing: A Letter to My Daughters“ („Von dir singe ich: Ein Brief an meine Töchter“) stellt neben zwölf anderen Persönlichkeiten aus der Geschichte des Landes auch den Sioux-Stammeshäuptling und Medizinmann Sitting Bull vor. Dieser spielte eine maßgebliche Rolle in der Schlacht von Little Bighorn, wo die amerikanische Armee 1876 im Krieg gegen die Indianer eine vernichtende Niederlage erlitt.

Obama würdigt Sitting Bull als Medizinmann, der gebrochene Herzen und gebrochene Versprechen geheilt und es begrüßt habe, dass nicht alle Menschen gleich sind. Sein Geist habe sich frei bewegt und seine Weisheit Generationen berührt. Die Internet-Plattform des konservativen Senders FoxNews lud Leser unter der Überschrift „Obama lobt Indianerhäuptling, der US-General tötete“, zur Kritik ein.

Zu den übrigen der 13 Persönlichkeiten gehören auch die früheren US-Präsidenten George Washington und Abraham Lincoln, die Künstlerin Georgia O’Keeffe und die Sängerin Billie Holiday. Das Buch sei Obamas Töchtern Sasha und Malia gewidmet, teilte der Verlag Random House mit. Auf dem von Loren Long gestalteten Einband sind Amerikas „First Girls“ auf einer großen Wiese mit ihrem Hund Bo abgebildet.

Es ist das dritte Buch des Präsidenten nach den Memoiren „Dreams From My Father“ und der politischen Analyse „The Audacity of Hope“. Wie die Zeitschrift „Christian Monitor“ jetzt erinnerte, erfüllt Obama mit diesem Buch einen 2004 geschlossenen Vertrag mit Random House über 1,9 Millionen Dollar (heute 1,4 Millionen Euro). Dafür sollte er drei Bücher liefern. Einnahmen aus dem in einer Auflage von 500 000 Exemplaren erschienenen Buch sollen an eine Stiftung für Kinder von US-Soldaten gehen, die im Krieg getötet oder verletzt wurden. Ein deutscher Verleger solle bis Jahresende bekanntgegeben werden, teilte eine Sprecherin von Random House mit. Random House gehört zur Bertelsmann AG.

dpa

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