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Beethoven und Pop beim „Meet & Greet“-Konzert

NDR Radiophilharmonie Beethoven und Pop beim „Meet & Greet“-Konzert

Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. Weshalb die NDR Radiophilharmonie ihre aktuelle Konzertsaison mit den ersten Abonnementkonzerten eröffnete und am Tag danach zu einem „Meet & Greet“-Konzert einlud.

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Quelle: Schaarschmidt (Archiv)

Hannover. Der Andrang war groß, die Begeisterung auch und der Begrüssungapplaus vielleicht noch etwas herzlicher als von den Abo-Routiniers. Chefdirigent Andrew Manze widmete in einer kurzen Ansprache die Aufführung von Beethovens Neunter Sinfonie den Opfern von Gewalt und Vertreibung und holte so Friedrich von Schillers „Ode an die Freude“ unmittelbar in die Gegenwart. Wo Beethovens zeitlose Musik immer zu Hause ist, wenn sie so spannend musiziert wird wie hier. Ein dramatisch aufgeladener Beginn, ein rhythmisch federndes Scherzo und der große Instrumentalgesang des langsamen Satzes führten zum Chorfinale, das ein bemerkenswert ausgeglichenes Solistenquartett und versammelte hannoverschen Chöre intensiv mitgestalteten. Das riss das Publikum von den Stühlen: entsprechender Jubel.

Danach folgte im Foyer bei Gratissekt und O-Saft auch O-Ton Andrew Manze, der im Gespräch mit NDR-Moderatorin Friedrike Westerhaus gestand, dass er schon bei seinem ersten Gastspiel in Hannover 2006 (damals noch als Geiger) gespürt hatte, dass da eine besondere Beziehung möglich sei. Überraschend waren zwei sportliche Bekenntnisse: Manze verglich das Dirigieren mit dem Fechten – man muss ja auch bei beidem Treffer landen können. Und er gestand, dass er offensichtlich bei seinem Auftreten den jeweiligen Heimmannschaften im Fußball kein Glück bringe. Vielleicht sollten sich Hannover 96, der NDR und Manzes Management entsprechend abstimmen.

Wie man die Beethoven-Hymne auch gestalten kann, zeigte anschließend die heimische A-Cappella-Formation Maybebop, die damit auf ihren Auftritt bei der Pop-Konzertreihe der Radiophilharmonie im Oktober hinwies. Die vier Mundwerker zitierten Udo Lindenberg und Louis Armstrong, wollten nicht „reden über Sex in unserer Ehe“, schickten den „Erlkönig“ auf seinen nächtlichen Ritt, und gaben sich nach Variationen über die Nationalhymne auch noch monarchisch mit Klängen von „Queen“.

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