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Benefizkonzert ehrt Yehudi Menuhin

Live Music Now Benefizkonzert ehrt Yehudi Menuhin

Live Music Now hat es sich zur Aufgabe gemacht, Musik zu Menschen zu bringen, die nicht mehr in Konzerte gehen können, und veranstaltet daher Konzerte in Krankenhäusern und Altenheimen, in Gefängnissen und psychiatrischen Anstalten. Bei einem Benefizkonzert für Live Music Now im Funkhaus wurden Werke von Beethoven gespielt.

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Yehudi Menuhin ist der Initiator von dem Verein Live Music Now.

Quelle: dpa

Hannover. Es sind genau die richtigen Werke, um einen großen Geiger zu ehren. Denn das diesjährige Benefizkonzert für Live Music Now Hannover war gleichzeitig ein Gedenkkonzert für den Initiator des Vereins: Yehudi Menuhin wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden.

Andrew Manze und die NDR Radiophilharmonie begleiteten daher nicht nur den kanadischen Geiger James Ehnes bei Beethovens Violinkonzert. Zusätzlich stand das Tripelkonzert auf dem Programm. Die Solisten bei diesem Stück waren alle Stipendiaten des Vereins: Geiger Andrej Bielow, Cellist Aleksey Shadrin und Pianist Michail Lifits.

Gründer Menuhin wollte dafür sorgen, dass junge talentierte Musiker auf doppelte Weise gefördert werden: einerseits, indem der Verein ihnen Auftritte vermittelt und sie so finanziell unterstützt; andererseits durch das besondere Publikum, mit dem die jungen Musiker sich bei ihren Auftritten konfrontiert sehen. Wer es beispielsweise schafft, demente Menschen für seine Darbietung zu begeistern, so Menuhins Überlegung, wird später leicht ein Publikum gewinnen können, das sich freiwillig Eintrittskarten gekauft hat.

Im Funkhaus erwies sich dieses Prinzip allerdings als nur teilweise richtig. Zwar konnten die drei ehemaligen hannoverschen Stipendiaten – die teilweise inzwischen große Karrieren begonnen haben – erheblichen Applaus ernten. Wirklich überzeugen konnte ihre schlecht ausbalancierte und nicht ganz unfallfreie Version des Stückes aber nicht. Umso mehr Gründe für Begeisterung gab es nach der Pause: James Ehnes und die Radiophilharmonie boten wie schon am Vortag eine überirdisch schöne Version von Beethovens Violinkonzert, die selbst dem Jahrhundertgeiger Menuhin Ehre gemacht hätte.

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