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Kultur Billy Talent liefern Rockhymnen zum Mitgröhlen
Nachrichten Kultur Billy Talent liefern Rockhymnen zum Mitgröhlen
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18:43 01.02.2017
Gradlinig, schnell, dynamisch: Ihren Wurzeln bleiben die Jungs von Billy Talent treu. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Gleich zu Beginn spielten die vier Musiker aus Kanada ihren Hit Devil in a Midnight Mass - laut, hart, schnell. Dann ging es Schlag auf Schlag weiter mit den Rockhymnen: Rund 20 Songs in 90 Minuten - die kanadischen Musiker von Billy Talent haben am Freitag in der ausverkauften Swiss Life Hall einen Querschnitt ihres musikalischen Schaffens präsentiert. Die Besucher freuten sich über eine Mischung aus Songs des neuesten Albums „Afraid of Heights“ aber auch über Klassiker ihrer ersten Alben (Billy Talent I bis III) wie „River Below“, "Fallen Leaves“, "Try Honestly" und „This is How it Goes“.

In ihren mehr als 20 gemeinsamen Jahren auf der Bühne haben sich Sänger Benjamin Kowalewicz, Gitarrist Ian D’Sa und Bassist Jonathan Gallant weiterentwickelt. Sie versuchen ihre alten Stärken mit neuen Ansätzen zu verknüpfen: So schaffen die Kanadier mit ihrem fünften Studioalbum eine Verknüpfung von Punkrock, Hardcore und Rock. Mal hart und schnell, dann wieder melodisch - aber immer unverkennbar. Doch auch wenn die Stücke experimenteller werden - zum Teil wird auf Synthesizer gesetzt, dann wird es wieder etwas grungiger und auch ruhige Töne können die Musiker anschlagen - auf den einzigartigen, grellen Gesang von Kowalewicz und die fast schon hymnenartigen Refrains mit Ohrwurmgarantie müssen die Fans nicht verzichten.

Gradlinig, schnell, dynamisch: Ihren Wurzeln bleiben die Jungs treu, auch wenn sie zwischenzeitlich eher seichte Töne anschlagen. Doch in gewohnter Manier wird es nach dem ein oder anderen ruhigen Lied wieder schnell und laut. 
Auch die politische Botschaft ist ihnen erhalten geblieben. In den Songs des Albums „Afraid Of Heights“ schimpfen die Bandmitglieder, die mittlerweile alle in ihren vierzigern sind, in „Big Red Gun“ auf die Waffenlobby und auch auf den neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump bekommt in „Kingdom of Zod“ sein Fett weg. Auch auf der Bühne spricht Kowalewicz an, was ihm wichtig ist: "Ich glaube immer noch, dass das Gute in der Welt existiert" sagt er. Und betont: "Uns interessiert nicht, ob du schwul, hetero, bi- oder transsexuell bist - wir lieben euch alle". Die Botschaft ist klar: Toleranz. Trotz der teilweise schweren Themen gelingt es Billy Talent durchweg gute Laune zu versprühen.

Das ist wohl vor allem Kowalewicz zu verdanken, der auf der Bühne so gut wie nie stillsteht. Der Sänger springt, rennt von einer Seite zur anderen, spielt Luftgitarre und steckt mit seiner Energie das Publikum an. Die Fans tun es ihm nach - nicht nur auf, auch vor der Bühne wird gerockt. Mit ihrer Energie und Dynamik bringen die Kanadier das Publikum zum fast durchgängigen Pogen und mitgröhlen.

Auch, dass Schlagzeuger Aaron Solowoniuk fehlte, tat der Show keinen Abbruch. Solowoniuk leidet seit vielen Jahren an Multipler Sklerose. Die Erkrankung ist mittlerweile so schwer, das er weder beim Einspielen des neuen Albums noch bei der Tour dabei sein konnte. Stattdessen sitzt Jordan Hastings von der kanadischen Post-Hardcore-Band Alexisonfire an den Drums. Seit ihrem Debutalbum ist das Einspringen von Hastings, der seit Jahren mit den Musikern von Billy Talent befreundet ist, der einzige Wechsel in der Besetzung der Band. 

Von Lisa Malecha

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