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Britischer Geheimdienst spionierte Doris Lessing aus

Sympathie für Kommunismus Britischer Geheimdienst spionierte Doris Lessing aus

20 Jahre lang wurde Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing vom britischen Geheimdienst ausgespäht. Den Spionen war Lessings Sympathie für den Kommunismus nicht geheuer.

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Doris Lessing sechs Jahre vor ihrem Tod in 2007.

Quelle: dpa

London . Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing wurde mehr als 20 Jahre lang vom britischen Inlandsgeheimdienst ausspioniert. Wie aus Akten hervorgeht, die das britische Nationalarchiv am Freitag veröffentlichte, hörten die Spione zwischen 1943 und 1964 Lessings Telefon hab, überwachten ihren Briefverkehr und verfolgten ihre Reisen. Der Geheimdienst befand damals, Lessings Sympathien für den Kommunismus grenzen an "Fanatismus", sie sei "unverantwortlich in ihren Äußerungen".

Lessing, die 1919 im Iran geboren und im britischen Südrhodesien (heute Simbabwe) aufgewachsen war, trat während des Zweiten Weltkriegs der Kommunistischen Partei bei. Sie siedelte nach Großbritannien über und heiratete den deutschen Exil-Kommunisten Gottfried Lessing. 1956 verließ sie die Partei. 2007 bekam sie den Nobelpreis für Literatur. Lessing starb 2013 im Alter von 94 Jahren.

dpa

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