Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Böse Jungs mit Witz

Children of Bodom im Capitol Böse Jungs mit Witz

Die Kinder sind erwachsen geworden: 1997 erschien das Debütalbum „Something Wild“ der finnischen Melodic-Death-Metal-Band Children of Bodom. 20 Jahre später feiert die Gruppe das mit einer Europatournee, bei der sie vor allem ihre frühen Hits spielt.

Voriger Artikel
Mit Beschleunigung leben lernen
Nächster Artikel
Das sind die vier neuen Ausstellungen

Children of Bodom im Capitol.

Hannover. Auftakt ihrer „Twenty Years Down And Dirty“-Tour war das Konzert im Capitol in Hannover. Man merkt, dass sich zu Beginn der Konzertreise noch keine Reisebus-Routine eingestellt hat. Alexi „Wildchild“ Laiho, Leadgitarrist und Sänger der Band, sagt: „Das ist unser allererstes Konzert in Hannover!“ Die Liste der beliebtesten Lieder, darunter der Hit „Red Light in my Eyes“, wird pflichtbewusst abgearbeitet. Auch weniger bekannte Songs stehen auf dem Programm: Etwa „Black Widow“, den Children of Bodom „noch nie in Deutschland gespielt“ haben, wie Laiho versichert.

Live und roh klingen die Death-Metaller deutlich besser als in der stark geschliffenen Studioversion. Was Children of Bodom von anderen Bands ihres Subgenres unterscheidet, ist, dass Keyboarder Janne „Warman“ Wirman sein Instrument auf E-Gitarren-Töne gebürstet hat und sich musikalische Duelle mit seinen Kollegen liefert.

Der Bandname Children of Bodom bezieht sich auf den See Bodom in der Heimatstadt der Musiker. An dem See wurde 1960 ein Mord an drei Teenagern begangen, der bis heute ungeklärt ist, weshalb sich wilde Legenden um den Ort ranken. Doch während sich andere Metalmusiker mit Schauergeschichten brüsten und krampfhaft ihren Ruf als böse Jungs pflegen, nehmen sich die Children-of-Bodom-Bandmitglieder selbst nicht ganz so ernst. Ihr witziges Cover von Britney Spears „Ooops, I did it again“ begeisterte nicht alle ihrer Fans, aber der Band war das egal.

Während der Europatournee hat Children of Bodom zwei Vorbands im Schlepptau, die erst vor wenigen Jahren gegründet wurden, der Hauptband aber schon mächtig Konkurrenz machen können: Oni aus Kanada und Forever Still aus Dänemark.

Von Mirjam Kay Kruecken

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
Sprengel Museum eröffnet die Ausstellung "Grafik Ost"

Die Werke aus der Sammlung von Georg Girardet werden im Sprengel-Museum gezeigt.