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Company Felix Landerer tanzt die "Revolte"

Tanztheater in der Orangerie Company Felix Landerer tanzt die "Revolte"

Tanz ist Befreiung. Aber was hat der Wutbürger hier zu suchen? Die Company des hannoverschen Choreografen Felix Landerer zeigt „Revolte!“ als Uraufführung in der Orangerie Herrenhausen. Zum Schluss dürfen die Zuschauer mittanzen.

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"Revolte!" von Felix Landerer

Quelle: Company Landerer

Hannover. Freiheit kann man tanzen. Denn Tanz ist Befreiung. Insofern ist es keine schlechte Idee, einen Tanzabend „Revolte!“ zu nennen. Der hannoversche Choreograf Felix Landerer hat das getan: Er lässt seine Company in der Orangerie Herrenhausen den Aufbruch tanzen. Dabei vertraut er leider nicht der Sprache des Körpers, sondern lässt auch einen Schauspieler auftreten. Christoph Linder liefert die Worte zur Revolte – und schrumpft sie zur Aufgeregtheit eines Wutbürger. Was nicht an Linder liegt, sondern an dem Text, den er sprechen muss.

Er macht dabei auch den anderthalb-(gefühlt: drei-)stündigen Tanzabend zum Thema und fragt ab und zu, ob das, was die Tänzer da gerade abgeliefert haben, denn ausreiche. Er selbst ist nicht zufrieden. Und das mit Recht. Die sechs Tänzer zeigen das übliche Hin und Her von Befreiungsversuchen, vieles ist geschmeidig, weniges artistisch. Kein Rahmen wird dabei gesprengt, kein Ausbruch gewagt, und eine mitreißende Volksbewegung entwickelt sich auch nicht.

Am Ende fordern die Tänzer einige Zuschauer auf, mit auf die Bühne zu kommen und dort (zuerst sogar ohne Musikbegleitung) zu tanzen. Es ist sehr peinlich. Aber alle tanzen mit, keiner wehrt sich. Das Machtverhältnis zwischen Akteuren und Zuschauern bleibt stabil. Wahrscheinlich ist die Zeit einfach noch nicht reif für eine Revolte.

Weitere Aufführungen: 18. und 19. März, sowie am 1. und 2. April jeweils um 20 Uhr in der Orangerie Herrenhausen.

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