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Kultur Chris Norman rockt im ausverkauften Theater am Aegi
Nachrichten Kultur Chris Norman rockt im ausverkauften Theater am Aegi
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23:02 25.03.2018
Chris Norman und Band im Theater am Aegi. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

„Mit der Musik von Chris Norman bin ich geboren worden,“ schwärmt Christine lachend nach dem Konzert. „Und das war vor 40 Jahren!“ Und immer noch ist er ihr Idol. Jetzt hat sie ihn live im ausverkauften Theater am Aegi erlebt. Zweieinhalb Stunden begeisterte der inzwischen 67-jährige Musiker ohne Pause mit seiner Band die Fan-Gemeinde. Die meisten sind ihm seit der legendären Smokie-Zeit Ende der 70er Jahre treu geblieben.

Mit seinem neuen Album im Gepäck war Chris Norman auf seiner „Don’t Knock The Rock“-Tour auch in Hannover zu Gast. Im ausverkauften Theater am Aegi spielte er neue Songs und Klassiker gleichermaßen.

So kommen im Saal nostalgische Gefühle auf, wenn er seine Lieder aus dieser Zeit präsentiert. Sie haben aber keine Patina angesetzt und funktionieren nach wie vor gut. Das liegt vor allem an der stimmlichen Qualität des Sängers und an den frischen rockigen Arrangements.

Klar, dass es beim unverwüstlichen Hit „Living next door to Alice“ alle von den Stühlen reißt und sich Partystimmung im Saal verbreitet. Das bleibt auch so beim Ohrwurm „Stumblin‘ in“ aus der Zeit mit Suzi Quatro, bei seinem ersten Solo-Song „Midnight Lady“ und dem vor fünf Jahren entstandenen Titel „Gipsy Queen“.

Aber nicht nur Rückschau ist angesagt. Der fleißig produzierende Brite stellte auch sein aktuelles Album „Don’t knock the Rock“ vor. Gleich beim Titelsong geht es fetzig zur Sache. Was folgt, ist eine abwechslungsreiche Mischung aus schönen Balladen, zum Tanzen animierenden Rock ´n´ Rollnummern, Rocksongs und Blues. Auf der CD ist das alles differenziert mit klanglicher Tiefenwirkung abgemischt. Und Christ Normans Songtexte kommen verständlich rüber. Es ist ein Album, das man gerne auflegt und sich an der Farbigkeit der Musik freuen kann. Im Saal dagegen war knallige Lautstärke bis zur Schmerzgrenze angesagt. Eine flache Abmischung sorgte obendrein dafür, dass die meisten Texte unverständlich blieben.

Trotzdem funkte es zwischen Bühne und Saal. Es wurde kräftig mitgeklatscht, getanzt und die Handys in leuchtende Aktion versetzt. Mit seiner freundlichen Ausstrahlung und seinen selbstironischen und witzigen Ansagen tat Christ Norman ein Übriges, um sein Publikum zu gewinnen. Das dankte diesem beeindruckenden Urgestein der Rockmusik mit Jubel und Minuten langem Beifall. 

Von Claus-Ulrich Heinke

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