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So tierisch ist die "Slow"-Show im GOP

Wenn Fisch und Katze fliegen So tierisch ist die "Slow"-Show im GOP

Wenn Fisch und Katze fliegen können, führt der Schweizer Claude Criblez durch das GOP-Programm „Slow“. Per Fernsteuerung lässt er seinen Flugzoo durch den Saal schweben und bringt die Leute damit zwischen den akrobatischen, meist tempogetriebenen Nummern auf seine überschaubare Schlagzahl herunter.

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Der Schweizer Claude Criblez führt durch die aktuelle GOP-Show.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Diese Pointe hat Claude Criblez lange vorbereitet. Es sei aber auch mal wieder hektisch, sagt er. Da ist das GOP-Programm „Slow“ schon weit in der zweiten Hälfte. Und vor allem er ist den ganzen Abend für alles mögliche zuständig - außer Hektik. Der Schweizer führt in aller Bedächtigkeit durch den Abend, er bringt die Leute zwischen den akrobatischen, meist tempogetriebenen Nummern auf seine überschaubare Schlagzahl herunter.

Im Varieté-Theater GOP hatte die neue Show mit dem Titel "Slow" Premiere.

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Er hat seinen Flugzoo dabei, einen Fisch und eine, na ja, Katze, die er per Fernsteuerung und Propellerantrieb durch den Saal schweben lässt. Alle gucken mit großen Augen auf die fliegende Katze, lauschen den gelegentlichen Anmerkungen und lassen sich langsam und gern von Criblez und seinem Schweizer Akzent einlullen.

Ansonsten geht es ziemlich rund im GOP, nicht nur, weil Ringe und Reifen eine dominierende Rolle spielen. Bei der australischen Jongleurin Hazel Bock genau so wie bei der kanadischen Hula-Hoop-Künstlerin Mélodie Lamoureux, dem österreichischen Akrobaten Jonas Witt, der im Cyr-Ring über die Bühne wirbelt, und Ingrid Korpisch, die im und am Luftring turnt - wenn sie nicht die anderen Künstler am Klavier begleitet.

Das gute alte Tauspringen hat sich das ukrainische Trio J-Ropes vorgeknöpft und zeigt, wie man mit den Begriff Seiltanz ganz neu definieren kann. Der fließende Tanz von Acelya und Pavel ist körperbetonter und akrobatischer, eine Art erotische Tangogymnastik. Für den größten Wirbel sorgt der Japaner Akira, der immer wieder Szenenapplaus bekommt, weil er für seine Diabolo-Nummern die Erdanziehungskraft auf der Bühne auszuschalten scheint.

Das schafft Claude Criblez auch. Mit seinem Fisch und seiner Katze. Und mit einer Wuschmaschine. Es soll nicht zu viel verraten werden, aber da wird er doch noch zum Hansdampf.

Karten und Infos: variete.de. Die Show läuft bis zum 5. März im GOP.

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