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Ein Flirt mit dem Leben

Peter Shub spricht über verstorbenen Sohn Ein Flirt mit dem Leben

Vor dreizehn Jahren starb der vierjährige Luca, Sohn des hannoverschen Clowns Peter Shub, bei einem tragischen Unfall. In einem Film spricht der Vater erstmals über den schmerzlichen Verlust.

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Eine seiner berühmten Rollen: Roncalli-Clown Peter Shub als Mantelmann im Kampf mit sich selbst.

Quelle: Nico Herzog

Hannover. Peter Shub, der große Clown aus Hannover, durfte den Film als erster sehen. „Wenn dir das zu nahe geht, dann sieht ihn niemand sonst“, hatte Constanze Waeger, die Filmemacherin, zuvor gesagt. Peter Shub hat ihr dann erlaubt, den Film zu veröffentlichen. Und so konnte sie das zehnminütige Werk als Abschlussarbeit für ihr Studium an der Kunsthochschule Edinburgh einreichen.

„Es ist der beste Film, den ich bisher gemacht habe“, sagt die Filmemacherin, die jetzt als Malerin auf Mallorca arbeitet, über „Awakening from the Long Sleep of Life“, den Film, in dem Peter Shub über den Tod seines Sohnes Luca spricht. Der war vier Jahre alt, als er 2001 im Restaurant im Innenhof des Alten Rathauses in Hannover von einer umstürzenden Skulptur erschlagen wurde.

In dem Film sagt Peter Shub: „Ich könnte die traurigste Person der Welt sein, aber ich vermag Glück auf der Bühne zu zeigen.“ Ein Clown, sagt er, flirtet mit dem Leben und er flirtet auch mit den Leuten. Gestern hat er den Film über Facebook seinen Freunden und Fans zugänglich gemacht. Die Filmemacherin selbst hatte ihr Werk, mit dem sie den Abschluss an der Kunsthochschule schaffte, nicht weiter publiziert.

Allerdings hat sie Freunden und Bekannten immer dann eine Datei zugeschickt, wenn jemand einen Todesfall zu beklagen hatte. Denn das, was Peter Shub sagt, vermag zu trösten. „Just feel it“, sagt er. Man solle sich der Trauer stellen. Das Schlimme, das geschieht, sei nur eine von vielen Farben des Lebens. Nachdem einige alte Videos des spielenden Luca zu sehen waren, sagt Peter Shub: „Es ist ein Geschenk, dass die Menschen, die jetzt nicht mehr da sind, uns gegeben haben. Sie verbinden uns mit unserem Gefühl.“ Und vielleicht sei der Tod ja nur ein Erwachen vom langen Schlaf des Lebens. Am Ende ist Luca noch einmal zu sehen. Er winkt.

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