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Culcha Candela feiern mit ihren Fans im Capitol

Party-Rap Culcha Candela feiern mit ihren Fans im Capitol

Die Multikulti-Kombi Culcha Candela ist ein Dauerbrenner: Die Partyrapper feiern im ausverkauften Captiol 15-jähriges Jubiläum. Dabei stellen sie ihr neues Album "Feel Erfolg" vor. 

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Tanzen im Capitol: Culcha Candela.

Quelle: Franson

„Feel Erfolg“, das Wortspiel, das Culcha Candela zu ihrem aktuellen Albumtitel auserkoren haben, flammt in riesigen Neonlettern auf der Bühne des Capitol auf. Am hinteren Ende der Bühne werden zwölf halbrund angeordnete Lichtreflexionsflächen von hektisch zitternden Scheinwerfern angestrahlt, weitere Neonröhren spingen an. Der DJ betritt die Bühne, Bässe wummsen durch den Raum, so laut, so tief, dass einem die Hosenbeine schlackern. Ein Streicherpart gesellt sich dazu, schwillt an. Mit einem Knall springt das dreiköpfige Frontmenschenteam von Culcha Candela nebst zwei Tänzerinnen auf die Bühne und gibt im ersten Song, „Rodeo“, das Motto des Abends aus: „Tiefer als die U-Bahn, Dicker, low, low, low“.

So war das Konzert von Culcha Candela im Capitol

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Die multiethnische Berliner Truppe legt mit ihrer Mischung aus Hip-Hop, Dancehall und Reggae hauptsächlich wert auf Party und gute Laune: „Ich trink’ heut einen auf mich selbst / Ein Prost auf meine kleine Welt“ gibt es da beispielsweise zu hören, oder: „Wir sind scheiße, aber happy“. Die drei Frontleute Itchyban, Johnny Strange und Don Cali hopsen zum Beat über die Bühne, nach rechts, nach links, spielen fröhlich durchchoreographiertes Positionentauschen und schäkern mit den zwei Tänzerinnen. Hin und wieder flammen die Neonbuchstaben rhythmisch auf. Die Lichtreflexionsflächen reflektieren. Außerdem gibt es was zu feiern: „Wir haben 15jähriges Jubiläum, Mann“, erklärt Itchyban. In diesen 15 Jahren hat Culcha Candela diverse Besetzungswechsel erfahren – steuerte aber auch den Titelsong zum Dschungelcamp 2012 bei und versuchte sich 2008 beim Bundesvision Song Contest.

Tanzen und feiern

Der Sound der Band ist dabei eher eklektisch. Stellenweise klingen Songs nach Hip-Hop alter Schule, etwa Cypress Hill, manche kommen im Reggae-Beat daher, andere suhlen sich im Plastiktechno der frühen Nullerjahre. „Ist es nicht schön, in einer schönen, neuen Welt zu leben?“ lässt Itchyban einmal von der Bühne verlauten, „Alle paar Sekunden fliegt was in Luft, Leute schießen aufeinander. Egal. Wir feiern.“ Auch, wenn der entsprechende Song dazu –Schöne, neue Welt“ … sozialkritisch und sarkastisch gemeint ist: Das Publikum im ausverkauften Capitol tanzt und feiert wie geheißen. Culcha Candela bleibt dabei immer flach, aber pumpend, schweißtreibend, aber clean choreographiert, ein bisschen kritisch, aber nicht zuviel. Und liefert damit eines perfekt ab: Einen Soundtrack für die Joggingstrecken, Fitnessstudios und Partys der Neobiedermeier-Republik.

Von Jan Fischer

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