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Kultur Das Best-Off-Festival zeigt die besten Produktionen des freien Theater aus Niedersachsen
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00:32 20.04.2018
Theater im Zug: Das letzte Kleinod spielt „Wir haben die Angst gefressen“ mit jungen Flüchtlingen aus Syrien. Quelle: Julian Kawka
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Hannover

 Der Zug, der von Donnerstag, 26., bis Sonnabend, 28. April am Messebahnhof Laatzen stehen wird, trägt nicht die Farben der Deutschen Bundesbahn und auch nicht die der gerade in Niedersachsen agierenden Privatbahnen. Er ist ozeanblau. Mit dem „Ozeanblauen Zug“ geht das Theater „Das letzte Kleinod“von Geestenseth bei Bremerhaven aus  auf Tournee. In Hannover zeigt die Gruppe „Wir haben die Angst gefressen“, ein Stück, an dem 16 junge Syrer beteiligt sind, die als Flüchtlinge in Deutschland leben. Theaterleiter Jens-Erwin Siemssen hat die Geschichten der jungen Flüchtlinge zu einem Theaterabend im Zug verdichtet.

In Hannover ist die Produktion im Rahmen von „Best off“ zu sehen, dem landesweiten Festival des Freien Theaters. Sechs Produktionen, viele davon zum Themenkomplex, Terror, Krieg und Flucht,  sind in diesem Jahr dabei – und wer eingeladen wurde, hat eigentlich schon gewonnen. Mit dem Festival will die Stiftung Niedersachsen das freie Theater im Lande fördern – bereits die Nominierung für das Festival ist mit einem Preisgeld von 10000 Euro verbunden. Am Ende wird eine Gruppe noch einen Festivalpreis in Höhe von 5000 Euro erhalten. 

Die Jury für das Best-Off-Festival ist im Land herumgereist und hat eine Auswahl aus vierzig Produktionen der freien Szene getroffen. Vier der sechs eingeladenen Produktionen kommen aus Hannover: Neben „Home.Run“, einer Produktion der hannoverschen Agentur für Weltverbesserungspläne in enger Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Hannover, werden die Tanzperformance „Gala“ von Felix Landerer und seiner Compagnie, das Stück „Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor“ vom Theater Fenster zur Stadt und der Theaterwerkstatt sowie „Haus“, eine Performance der jungen Gruppe Operation Wolf Haul, zu sehen sein. Alle Produktionen wurden bereits mehrfach in Hannover gezeigt. Nicht aus Hannover kommmen nur Das letzte Kleinod und die Gruppe XWeiss, die den Audio-Walk „Welcome to the Comfort Zone“ präsentiert. 

Die Festivalveranstalter hoffen darauf, dass zum „Best Off“-Festival auch Zuschauer aus anderen Städten kommen werden, um sich sich einen Überblick über die freie Theaterszene zu verschaffen. Um herauszubekommen, ob das auch eintritt, will die Stiftung bei diesem Festival eine Publikumsbefragung vornehmen. 

Befragen lassen müssen sich auch Jurymitglieder. Sind ihre Entscheidungen richtig, begründ- und nachvollziehbar? Das freie Theater ist besonders auf kompetente Juroren angewiesen, denn den Entscheidungen über Förderungen oder über Einladungen zu Festivals liegt oft ein Juryurteil zugrunde. Verständlich, dass die freien Theatermacher oft mit Juryentscheidungen hadern. Deshalb soll es auch einen Workshop geben, in dem geklärt wird, was gute Juryarbeit ausmacht.  

„Best off“ Festival freier Theater vom 26. bis 28. April im Pavillon in Hannover.  Preisverleihung: 28. April um 21.30 Uhr.

Von Ronald Meyer-Arlt

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