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Kultur Das Theater für Niedersachsen zieht ins Theater am Aegi
Nachrichten Kultur Das Theater für Niedersachsen zieht ins Theater am Aegi
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13:39 12.02.2010
Von Uwe Janssen
Szene aus dem aktellen Stück "On the Town" Quelle: Andreas Hartmann

Mit Musik geht alles besser. Wenn das auch für Umzüge zutrifft, hat das Theater für Niedersachsen vermutlich alles richtig gemacht. Denn der Umzug in das Theater am Aegi als neuer hannoverscher Hauptspielstätte wird in der ersten, im Herbst beginnenden Saison von viel Musik begleitet. Wie berichtet, gibt das TfN die Bühne an der Bultstraße auf. Hauptsitz des Theaters ist seit der Fusion von Landesbühne Hannover und Stadttheater Hildesheim ohnehin Hildesheim.

Ganz neu ist der Ort für die Theatermacher natürlich nicht. Man könnte sogar von einer Rückkehr sprechen, denn bereits von Mitte der fünfziger Jahre bis 1987 spielte die Landesbühne am Aegi. Neun der insgesamt 20 TfN-Stücke der kommenden Saison werden in Hannover zu sehen sein. Vor allem die Musical Company des Theaters wird sich nun ins Zeug legen, Abonnenten und andere Kulturfreunde für das fast 1200 Zuschauer fassende Theater neu oder wieder zu begeistern – und es so gut wie möglich zu füllen. Zudem setzt Intendant Jörg Gade auf die Möglichkeit, den Orchestergraben zu nutzen, den es in der Bultstraße nicht gibt. Mit der komischen Oper „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing und der Operette „Glückliche Reise“ von Eduard Künneke kommt der Graben zweimal für klassisches Musiktheater zum Einsatz. Bei den Musicals steht eine Uraufführung im Mittelpunkt: Beim „Märchenmond“, einer Adaption des Kinder-Fantasyromans von Heike und Wolfgang Hohlbein, setzt Musical-Direktor Christian Gundlach auf die guten Erfahrungen des vorigen Sommers. Der große Erfolg des Familienmusicals „Der geheime Garten“ in Herrenhausen habe das TfN beflügelt, das Genre weiter zu pflegen. Gundlachs Musical-Adaption des „Märchenmonds“ für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene soll am 28. November im Aegi-Theater uraufgeführt werden.

Das Musical „Sweet Charity“, Neil Simons turbulente Bühnenfassung des Fellini-Films „Die Nächte der Cabiria“, wird am 15. und 18. Januar 2011 zu sehen sein. „44 Grad im Schatten“ ist die deutsche Fassung eines erfolgreichen Broadway-Musicals um das lange Warten auf den erlösenden Sommerregen. Die Musical-Gala im April wird sich diesmal ausschließlich Songs aus Stücken widmen, die vor 1968 entstanden sind.

Theater wird auch gespielt. Shakespeare zum Beispiel. Nach „Othello“, der in Hannover Premiere hatte, soll „Hamlet“ folgen – im Aegi am 2. und 5. Oktober dieses Jahres. Michael McKeevers Komödie „Der süßeste Wahnsinn“ (Premiere am 18. Dezember) und Dario Fos aktualisierte Satire „Bezahlt wird nicht!“ (12. März) runden das Programm im TfN-Gastspielort Hannover ab. 29 Veranstaltungen sind es in der Spielzeit 2010/2011 – gegenüber 110, die in dieser Saison an der Bultstraße gespielt werden. Allerdings passen in das Aegi-Theater mehr Besucher, sodass die 29 Veranstaltungen von der Kapazität her etwa 60 Theaterabenden am alten Spielort entsprechen. Auch ein paar bekannte Gesichter werden fehlen. Unter anderem verlassen Philip Richert und Fredrik Wickerts das Ensemble des TfN.

Alle Infos unter (0511) 28 28 28 28.

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