Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Das bringt die neue Spielzeit im Neuen Theater

Hannovers Boulevardtheater Das bringt die neue Spielzeit im Neuen Theater

Etwa 42.000 Zuschauer haben in der vergangenen Spielzeit das Neue Theater besucht.  Jetzt steht die neue Spielzeit des Theaters, mit dabei: Muttersöhne, Flussfahrer und eingefrorene Machos.

Voriger Artikel
Kampusch kämpft weiter für ihre Freiheit
Nächster Artikel
Wo der Applaus tröpfelt

Entspannt: Theaterchef Florian Battermann.

Quelle: Foto: Meyer-Arlt

Hannover. Es soll schon richtige Fangruppen geben und Besucher, die das Stück bereits fünf- oder sechsmal gesehen haben und immer noch gerne wiederkommen. Die Komödie „Landeier oder Bauern suchen Frauen“ von Frederik Holtkamp läuft seit der Uraufführung im Jahr 2011 weiterhin mit großem Erfolg am Neuen Theater in Hannover. Mittlerweile ist das Ensemble rundum ausgetauscht - was man auch an dem merkwürdigen Plakat zum Stück erkennen kann: Drei nackte Männer in Gummistiefeln, die eine bekleidete Frau tragen, sind darauf zu sehen - und alle Gesichter sind ausgeschnitten und durch neue ersetzt. Das sieht nach einer Photoshop-Entgleisung aus, ist aber nicht weiter schlimm, denn das Plakat ist nur noch bis Ende des Monats gültig. Bis 28. August wird „Landeier“ als „Sommerspecial“ gespielt, danach gibt es die erste Premiere der neuen Theatersaison.

Mit einer französischen Komödie soll die Spielzeit in Hannovers Boulevardtheater eröffnet werden. In „Schlussmacher frei Haus“ (Premiere: 2. September) erzählt der französische Autor Tristan Petitgirard von einer Frau zwischen zwei Männern. Der eine will mit ihr Schluss machen, der andere soll die Nachricht überbringen; der Schlussmacher verliebt sich in die zukünftige Ex, die aber gar keine ist, weil der, der eigentlich Schluss machen will, es sich noch mal anders überlegt. So geht Komödie: viel Verwirrung, viel Verwechslung, viel Gefühl.

Verwirrung und Gefühl soll es auch reichlich bei „Der Mutttersohn“ geben, einer Beziehungskomödie, in der eine Schwiegermutter und ein Staubsaugervertreter (der als Ersatzehemann einspringen muss) eine wichtige Rolle spielen. Das Stück hat Florian Battermann, der Künstlerische Leiter des Neuen Theaters, vor mehr als 20 Jahren geschrieben. Nachdem er es jetzt auf den Spielplan gesetzt hatte, hat er es noch einmal durchgelesen und ist zu dem Schluss gekommen, dass es in der Urform keinesfalls auf die Bühne kommen dürfe. Also hat er begonnen, das Stück umzuschreiben, 45 Seiten sollen bereits geschrieben sein - den Rest, sagt er, habe er im Kopf. Die Besetzung steht schon fest: Neben Anette Felber, Annette Schneider und Kay Szacknys wird auch Tanja Schumann („RTL Samstag Nacht“ und „Dschungelcamp“) auf der Bühne stehen.

Nach der Uraufführung von „Drei Mann in einem Boot“ (am 9. März), das auf dem berühmten Buch von Jerome K. Jerome und der nicht minder berühmten Verfilmung mit Heinz Erhardt, Hans-Joachim Kulenkampff und Walter Giller beruht, endet die Saison mit „Machos auf Eis“, einer „Karaoke-Komödie“ von Christian Kühn (Premiere: 18. Mai). Schauplatz ist die Kühlkammer eines Restaurants, in der vier Männer eingeschlossen sind, unter ihnen auch der Alleinunterhalter DJ Sandro, der für die musikalische Untermalung der unterkühlten Komödie sorgt.

Musikalische Komödien und Musicals sind sonst eher selten im Neuen Theater - was auch an dem intimen Rahmen des Kellertheaters liegt. Am Zuspruch der Besucher ändert das aber nichts: Etwa 42.000 Zuschauer haben in der vergangenen Spielzeit das Neue Theater besucht. Die Auslastung des nicht subventionierten Theaters lag bei 80 Prozent.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
Milow spielt im Capitol