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Das passiert dieses Jahr im Wilhelm-Busch-Museum

"Den Bogen weiter spannen" Das passiert dieses Jahr im Wilhelm-Busch-Museum

Mit Komik und Satire, Frankreich und Leibniz, Fix und Foxi will Gisela Vetter-Liebenow, die Direktorin des Wilhelm-Busch-Museums, für 2016 mehr Besucher anlocken. Im letzten Jahr besuchten 50.000 Menschen das Museum, 90.000 sahen die Online-Ausstellung zu „Charlie Hebdo“. 

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Direktorin Gisela Vetter-Liebenow mit der Kreidelithografie „Das Volk beurteilt die Schläge“ von Honoré Daumier.

Quelle: Thomas

Lachen auf Französisch? „Das ist frecher und leichter als in Deutschland“, sagt Gisela Vetter-Liebenow über die Komikkompetenz von Zeichnern jenseits des Rheins. Von der Grobheit, aber auch Leichtigkeit französischer Karikaturisten hat es 2015, im Jahr des Attentats auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“, einige Kostproben gegeben. „Aber wir wollen 2016 den Bogen noch weiter spannen“, sagt die Direktorin des Wilhelm-Busch-Museums, „und zeigen, was französischen Humor und Satire ausmacht.“ Insgesamt widmen sich 2016 sechs Ausstellungen aktueller Komik und historischer Karikatur, dem Thema Leibniz und der Comicwelt von Fix und Foxi:

Rudi Hurzlmeier, Malerei, Harry Rowohlt gewidmet: Die Zusammenarbeit von Zeichenkünstler Hurzlmeier und Multitalent Rowohlt (1945–2015) hat zu acht Bildbänden geführt, aus denen hier Malereien gezeigt werden. Außer für die Augen gibt es dabei auch etwas für die Ohren: Hörstationen lassen Rowohlts Stimme ertönen (27. Februar bis 3. Juli).

Gesichter um 1900, Zeichnungen für den „Simplicissimus“: Diese Schau ist dem Zeichner Eduard Thöny gewidmet, der seit 1896 für das Satireblatt „Simplicissimus“ arbeitete. „Er überliefert uns Impressionen aus dem Herzen des wilhelminischen Kaiserreichs“, sagt Gisela Vetter-Liebenow (27. Februar bis 3. Juli).
Lachen auf Französisch, Karikaturen von Jacques Callot bis „Charlie Hebdo“: Wie groß die Tradition der gezeichneten Satire in Frankreich ist, dokumentiert diese Ausstellung. Sie greift bis auf die grotesken Zeichnungen von Jacques Callot im 17. Jahrhundert zurück. Sie schildert die Pressionen, denen Honoré Daumier ausgesetzt war, als er König Louis Philippe im 19. Jahrhundert als „Birne“ zeichnete. Und sie zeigt den feinen Humor Sempés, den groben Tomi Ungerers sowie die jüngsten Schöpfungen rund um „Charlie Hebdo“. Eine Schau, die nach Vetter-Liebenows Worten auch zeigt, wie reich die Sammlung des Museums ist, aus der sie großenteils zusammengestellt wird (9. Juli bis 6. November).

Leibnix: Dass der Gelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz Stoff für Karikatur und Comic war, zeigt diese Schau mit dem Titel Leibnix. Im Zentrum steht die Reihe „Mosaik“, die einige Ausgaben Leibniz gewidmet hat (27. Februar bis 3. Juli).

Greser und Lenz: Den beiden Zeichnern ist diese Kabinettsausstellung gewidmet. Anlass ist die Auszeichnung des Duos mit dem Karikaturpreis der deutschen Anwaltschaft, der erstmals im Wilhelm-Busch-Museum verliehen wird (4. November bis 19. März 2017).

Fix und Foxi: Diese Ausstellung gewährt umfassenden Einblick ins Schaffen von Fix-und-Foxi-Erfinder Rolf Kauka. „Wir haben Zugriff auf seinen ganzen Nachlass“, sagt Vetter-Liebenow (12. November bis 19. März 2017).

Den Bogen der Karikatur weiter spannen - das ist der Plan des Wilhelm-Busch-Museums für 2016. Eine Auswahl der ausgestellen Werke.

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2015 hatte das Museum nach ihren Worten 50 000 Besucher, also weniger als zuvor (2014: 65 000, 2013: 57 000). Doch es gebe andere Erfolge. So fand die Online-Schau zu „Charlie Hebdo“ 90 000 Besucher. Die Marie-Marcks-Ausstellung wurde nach Saarlouis und ins österreichische Krems verliehen. Im Februar startet eine Wilhelm-Busch-Schau mit 350 Leihgaben aus Hannover in Schwäbisch Hall. Und zur selben Zeit beginnt in der niedersächsischen Vertretung in Berlin eine Präsentation wechselnder Karikaturen aus der Sammlung des Museums über das ganze Jahr hinweg.

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