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Hannoveraner Wresch gewinnt Lumix-Wettbewerb

Fotojournalismus Hannoveraner Wresch gewinnt Lumix-Wettbewerb

Für ihre eindrucksvollen Aufnahmen sind die teilnehmenden Fotografen beim Lumix-Festival in Hannover ausgezeichnet worden. Der 28-jährige Jonas Wresch aus Hannover erhielt den Hauptpreis für seine Reportage über eine kolumbianische Schutztruppe. Der Italiener Massimo Branca wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

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Fotos der Sieger: Links das Bild vom Jonas Wresch, der den Hauptpreis erhielt. Rechts das Foto des Italieners Massimo Branca.

Quelle: Wresch/Branca/Wogram/Archiv/no

Hannover. Das Lumix-Festival 2016 hat einen hannoverschen Wettbewerbssieger: Jonas Wresch, Absolvent des Fotografiestudiums an der Hochschule, gewann mit seiner Bildreportage über eine unbewaffenete Schutztruppe, die in einem umkämpften kolumbianischen Dorf versucht, langsam den Frieden wiederherzustellen. Die Jury lobte die Vielschichtigkeit der Geschichte und Wreschs gelungenen Ansatz, in seinen Bildern ein ganzes Dorf zu porträtieren. Der 28-Jährige nahm den mit 10000 Euro dotierten Preis aus der Hand von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok entgegen und bedankte sich nicht nur bei der Jury. Der Preis, so Wresch, gehöre in seinen Augen auch den engagierten Menschen in Kolumbien, die er mit der Kamera begleitet habe.

Foto: Hauptpreisträger Jonas Wresch (Mitte) mit Oberbürgermeister Stefan Schostok (rechts) und Ruth Eichhorn (GEO, links).

Hauptpreisträger Jonas Wresch (Mitte) mit Oberbürgermeister Stefan Schostok (rechts) und Ruth Eichhorn (GEO, links).

Quelle: Marcel Wogram

Den mit 1000 Euro dotierten HAZ-Publikumspreis gewann der Italiener Massimo Branca. Zwei Jahre lang hatte der 35-jährige Fotograf Menschen im Untergrund von Bukarest begleitet und in einer der größten Obdachlosengemeinschaften Europas aus beeindruckender Nähe das harte Leben zwischen Gewalt, Drogen, Krankheit und Angst dokumentiert. Seine Bilder gefielen den meisten Lumix-Besuchern, die ihre Stimmkarte bei der HAZ im neu errichteten Containerdorf auf der Expo-Plaza abgaben.

Der mit 5000 Euro dotierte Lammerhuber Award geht an den Fotografen Johan Bävman (34, Schweden), der den Alltag schwedischer Väter erzählt. Den Multimedia-Preis erhielt Christian Werner für seine Arbeit über die Pest-Epedemie in Madagaskar. Weitere Preise gehen an Elena Chernyshova (35, Russland), Enri Canaj (35, Albanien), Laura Morton (32, USA), den erstmals verliehenen Nachhaltigkeitspreis der Umweltdruckerei Hannover erhält der Argentinier Pablo Piovano.

Foto: Massimo Branca (links) bekommt von HAZ-Redakteur Uwe Janssen den Publikumspreis überreicht.

Massimo Branca (links) bekommt von HAZ-Redakteur Uwe Janssen den Publikumspreis überreicht.

Quelle: Marcel Wogram

Gut 40.000 Besucher, mehr als je zuvor, zählten die Festivalmacher in den fünf Tagen, und das bei nicht immer optimalem Wetter. Für Rolf Nobel, Cheforganisator und „Erfinder“ der Veranstaltung, war es sein letztes „Lumix“ als Professor der Hochschule Hannover, im August geht er in den Ruhestand. Für seine Verdienste als Fotograf und Lehrender hat ihm die Deutsche Gesellschaft für Photographie am Freitag Abend im Hörsaal der Hochschule den renommierten Dr.-Erich-Salomon-Preis verliehen. 

Am Sonntag gab es noch einmal einen Besucheransturm auf die mehr als 1500 Fotos, die in den Pavillons, Hochschulgebäuden, dem Skywalk und den Gärten des Wandels zu sehen waren. Besondere Aufmerksamkeit erregte eine Fotoserie über das Thema Flüchtinge, die in großformatigen Abzügen außen am Deutschen Pavillon angebracht worden war – in Absprache mit den Flüchtlingen, die seit Monaten hinter der Glasfassade untergebracht sind. Im Containerdorf berichtete HAZ-Fotograf Alex Körner im Gespräch mit Jan Sedelies über seine Arbeit in Krisengebieten. 

Sie setzen ihr Leben aufs Spiel, um das Leid von Menschen in Kriegs- und Krisengebieten zu dokumentieren. Die Arbeiten herausragender junger Fotografen sind auf dem früheren Expo-Gelände in Hannover zu bewundern.

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