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Chris de Burgh spielt "A Better World" im HCC

Konzert Chris de Burgh spielt "A Better World" im HCC

Auf Tuchfühlung mit Chris de Burgh begab sich am Sonnabend das Publikum im Kuppelsaal des HCC. Der Weltstar präsentierte sein 21. Studio-Album "A Better World" und nahm die Fans mit auf eine nachdenkliche Reise. Denn in seinen neuen Songs geht es um Religion, Krieg und die Flüchtlingskrise.

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Quelle: Petrow

Hannover. Chris de Burgh ist ein bescheidener Künstler - einer, der immer wieder aus dem Scheinwerferlicht zurücktritt, um seiner Band die Bühne zu überlassen, und auch dem Publikum immer wieder Passagen seiner Songs übergibt. "Ihr singt wie Engel", lobt der 69-Jährige seine Zuschauer am Sonnabendabend im Kuppelsaal des HCC und wird mit Blumen und Pralinen beschenkt. Ein Konzert mit dem Iren ist wie ein netter Abend mit einem guten Freund - mit tiefsingen Diskussionen, Träumereien und viel guter Laune.

Chris de Burgh präsentierte sein 21. Studio-Album "A Better World" im HCC.

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Der Sänger und Komponist ist nach Hannover gekommen, um sein neues Album "A Better World" vorzustellen. Es ist bereits sein 21.Studio-Album und eine nachdenkliche musikalische Reise durch die Welt von heute. In sanfte und schwermütige Klänge verpackt de Burgh seine Gedanken über Krieg und Religion. Der Song "Homeland" etwa erzählt von der Flüchtlingskrise, von Menschen die vor Bomben und Gewalt fliehen und Zuflucht suchen. Ein Lied, wie der Soundtrack zu einer aus den Fugen geratenen Welt. 

Nachdenkliches Innehalten wird während der knapp zwei Stunden immer wieder aufgelockert durch rockige Klassiker wie "Ship To Shore" und gemütliche Folkloreklänge. Vereinzelt werden Arme in die Luft gereckt, leises Mitsummen, vielerorts zufriedenes Kopfnicken. Erst als de Burgh "Waiting For The Hurricane" anstimmt, kommt Bewegung in die sitzende Menge. Sie scharrt sich um die Bühne, klatscht und jubelt. 

40 Jahre steht der in Argentinien geborene Sänger bereits auf der Bühne, 50 Millionen Schallplatten und CDs hat er verkauft. De Burgh ist seinem Stil treu geblieben: Der fast schüchtern wirkende Ire bietet ein abwechslungsreiches Programm aus gefühlvollen Balladen, leichten Swing-Stücken wie "Moonlight And Vodka" und seinen Achtzigerjahre-Hits wie "Missing You" oder "High On Emotion".

Häufig verzichtet der 69-Jährige auf seine Band und setzt sich im reduzierten Scheinwerferlicht allein an den Flügel oder greift zur Gitarre.

Doch die Show von Weltstar Chris de Burgh wäre nicht rund, wenn er nicht auch seine allergrößten Hits "The Lady In Red“ und "Don’t Pay The Ferryman“ spielen würde. Er spart sie sich auf bis zum Schluss - zieht durch die Publikumreihen, schüttelt Hände, herzt und drückt. Ein sympathischer Musiker zum Anfassen.  

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