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Nachrichten Kultur Das waren Biffy Clyro in Hannover
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08:55 20.02.2017
Quelle: Wilde
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Hannover

Der Anfang ist hell. 14 Mehrecke aus LED-Strahlern schicken ihr gleißendes Weiß in die Menge, mit jedem Schlag von Drummer Ben Johnston ein Blitz, bei dem man sich wünscht, eine Schweißerbrille dabei zu haben. Es ist ein fulminanter Auftakt von Biffy Clyro in Hannover, den Sänger und Gitarrist Simon Neil, Drummer Johnston und dessen Bruder James zusammen mit Tourmusiker Mike Vennart da hinlegen.

Zum Karrierestart haben die Musiker von Biffy Clyro kaum Singles herausgebracht, es ging ihnen damals noch um das Album als Ganzes, Soundwände und Sphärisches konnten sich auch schon mal über Minuten hinziehen. Mittlerweile laufen Stücke wie „Black Chandalier“ oder „Bubbles“ auch bei den „Bald ist Freitag!“-Radiosendern. Auf den Alben von Biffy Clyro finden sich bis heute beide Ansätze. Und live bemerkt man erst so richtig, was für großartige Musiker im technischen Sinne die Schotten sind – mit Tempowechseln, bei denen sich manche Drei-Akkord-Poprocker die Finger brechen würden. Man freue sich, am letzten Abend der Tour nochmal alles zu geben, sagt Sänger Neil, dessen Akzent während der vielen Jahre des Umherreisens etwas abgeschmirgelt wurde.

Die drei Schotten von Biffy Clyro haben sich in 20 Jahren von kleinen Clubs in Glasgow langsam bis hin zu den größten Festivals Europas und mit ihren Solo-Konzerten in sehr große Hallen gespielt. Auch das Konzert in der Swiss Life Hall am Sonnabend war sehr gut gefüllt.

Die drei Schotten haben sich in 20 Jahren von kleinen Clubs in Glasgow langsam bis hin zu den größten Festivals Europas und mit ihren Solo-Konzerten in sehr große Hallen gespielt. Auch das Konzert in der Swiss Life Hall, eines von drei Zusatzkonzerten zur Herbsttour, ist sehr gut gefüllt. „Für uns als Band ist es immer noch komisch, vor so vielen Menschen zu spielen“, hatte Bassist und Sänger James Johnston vor dem Konzert der HAZ-Jugendseite ZiSH gesagt. Das neue Album "Ellipsis" hat es sogar auf Platz Eins der deutschen Albumcharts gebracht.

Von Nervosität ist an diesem späten Sonnabend nichts zu merken. Und nach einem etwas holprigen Beginn kann auch der Sound mit der Lichtanlage mithalten. Die Mischung aus sperrig und eingängig zieht sich durch das Werk von Biffy Clyro und auch durch den Abend. Mal klingt das frisch und treibend wie Bloc Party zu Beginn ihrer Karriere, dann kommen längere düstere Instrumental-Passagen, die so auch von den schottischen Kollegen von Mogwai kommen könnten. Angst, Schwäche, Sehnsucht, Hoffnung – all das zieht sich durch die Songs der Band, egal ob laut oder leise. Nach knapp zwei Stunden wuchtigem und manchmal sanftem Progressive-Alternative-Rock, Ausraststücken, Balladen und kleinen Hymnen kommt zum Schluss noch „Machines“, das Simon Neil solo im Scheinwerferlicht und mit Akustikgitarre spielt. Verletzlich wirkt das. Der Kern der Band liegt jetzt frei.

Von Gerd Schild

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