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00:15 17.11.2017
Mighty Oaks spielen im Capitol Quelle: Samantha Franson
Hannover

Passender hätte der erste Song nicht sein können. "And I'm lost in the woods", ("Ich bin im Wald verloren"), singt Ian Hooper, der Frontman einer Band, die die Eichen bereits im Namen trägt. Erdig könnte man die Musik der Folk-Band Mighty Oaks nennen, in jedem Fall aber natürlich und authentisch. Und irgendwie passt es auch ins Bild, dass die Musiker aus Norwegen nach Hannover gereist sind, um im Capitol das erste deutsche Konzert ihrer "Higher-Place"-Tour zu spielen. Das vermittelt einen Hauch von Freiheit und großen Weiten.

Mighty Oaks im Capitol Hannover: Auch bei mehreren Hundert Zuschauern schafft es diese Band, eine entspannte Wohlfühlatmosphäre zu erzeugen, die einem Abend am Lagerfeuer oder einem Roadtrip durch die USA gleicht. Ein paar Impressionen.

Entschleunigung und Natürlichkeit

Die Folk-Band um den langhaarigen Frontman Ian Hooper umgibt eine Lagerfeuerromantik, der Gedanke an tiefe Bergseen, dunkle Wälder, Freiheit und Natürlichkeit. Mit Wollmütze, rustikalem Hemd und handgemachten Gitarrenklängen stehen die Musiker für Entschleunigung in Zeiten von Schnelllebigkeit. So als könnte man gemeinsam mit ihnen einfach losziehen und alles hinter sich lassen. Damit trifft die Band einen Nerv.

Gefunden haben sich der US-Amerikaner Hooper, der Italiener Claudio Donzelli und der Brite Craig Saunders in Berlin. Seit 2010 stehen sie gemeinsam auf der Bühne, das erste Album "Howl" erschien 2014 und war ein Erfolg.

Neue Songs, bekannte Themen

Nach kleinen Clubkonzerten in den USA wollen die Mighty Oaks auf ihrer Tour zum neuen Album "Dreamers" wieder vor einem größeren Publikum spielen. Das Konzert im Capitol macht deutlich, dass sie mühelos auch bei mehreren Hundert Zuschauern eine entspannte Wohlfühlatmosphäre erzeugen, die einem Abend am Lagerfeuer oder einem Roadtrip durch die USA gleicht.

In neuen Songs wie "Be with you always", "The Great Unknown" oder "Burn" besingen sie die vielbesungenen Themen Liebe, Lebenskrisen, Einsamkeit und Freundschaft. Vertraut klingt das, und dann plötzlich auch wieder ganz anders, wenn statt der zarten Mandoline plötzlich eine kraftvolle Geige einsetzt und die Lieder zu melancholischen Hymnen werden. Das Publikum singt und klatscht zu mitreißenden Hits wie "Brother" und "Horsehead Bay" und lauscht bedächtig reduzierten Unplugged-Versionen und Balladen. Knapp zwei Stunden steht die Band auf der Bühne - ohne viel Show, aber mit viel Herz.

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