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Kultur „Explosive“-Tour führt David Garrett nach Hannover
Nachrichten Kultur „Explosive“-Tour führt David Garrett nach Hannover
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17:09 21.11.2016
Von Stefan Arndt
Geigenfeuerwerk: David Garrett bei der Tour-Premiere in Braunschweig. Quelle: dpa
Hannover

Kein Wunder, dass der Chef nicht nur bei der Musik, sondern auch bei der Tanzchoreografie mitzureden hat. Aber reden ist für David Garrett nicht genug: Der Geiger ist hier auch Vortänzer. Zwar nicht mehr in der Show am Abend, wohl aber bei den Vorbereitungen. Dabei hat er den Tänzern per Facetime-Videobotschaft genau vorgemacht, wie er sich deren Bewegungen zu seiner Musik vorstellt. Neben der Musik liegt Garrett nämlich auch der Tanz im Blut: Seine Mutter war Primaballerina. „Leider habe ich ihr Talent nicht geerbt“, sagt Garrett nach der Premiere. Glattgegangen ist trotzdem alles zu seiner Zufriedenheit.

Im Kreise der zahlreichen Mitwirkenden – außer seiner fünfköpfigen Band sind noch eine Sängerin, die Tänzer und ein ausgewachsenes Sinfonieorchester mit von der Partie – erweist sich der stets betont locker auftretende Garrett als Perfektionist: Er bedankt sich dafür, dass die Musiker stets geduldig seine Kritik ertragen haben, wenn ein Ton mal verrutscht war. Denn so weit sich der Geiger mit den Stücken, die er in Anlehnung an populäre Filmmusik und Klassikhits zum Großteil selbst geschrieben hat, auch von der strengen Ausbildung als klassischer Geiger entfernt haben mag: Die Disziplin, die ihn zu einem über alle technischen Zweifel erhabenen Instrumentalisten gemacht hat, spielt offenkundig noch immer eine wichtige Rolle in seinem Leben.

Damit sich derart kompromissloser Einsatz auch lohnt, hat Garrett dafür gesorgt, dass die Show auf der beweglichen Center-Stage trotz ihrer Effekte und Feuerwerke nicht alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. „Es ist mir ganz wichtig, dass die Musik immer im Zentrum steht“, sagt er. „Eine gute Show beginnt für mich mit guten Kompositionen und Arrangements und tollen Musikern auf der Bühne.“ Damit dann auch mal ohne Pyrotechnik der Funke überspringt, müssten alle perfekt vorbereitet sein und doch frei genug, die Musik auch selbst zu genießen. „Die Leute im Saal spüren manche Dinge sehr genau“, sagt Garrett. „Man muss sich auf der Bühne mit jeder einzelnen Note identifizieren.“

David Garrett spielt am Sonntag, 27. November, um 20 Uhr in der Tui-Arena. Karten gibt es unter Telefon (05 11) 12 12 33 33.

Die Ausstellung „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ spannt den Bogen von der Entstehung des Universums über die Zähmung des Feuers, die Nutzung des Pfluges, die Erfindung der Schrift, die Einführung des Buchdrucks bis heute – und noch ein bisschen weiter. Bis zum 26. März ist sie in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen.

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