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Der Maler Daniel Enkaoua zeigt seine Werke in Hannover

Galerie Koch Der Maler Daniel Enkaoua zeigt seine Werke in Hannover

Kontemplation und Konzentration: Die Galerie Koch zeigt Werke des israelisch-französischen Malers Daniel Enkaoua. In seinen Bildern hält er sehr persönliche, oft geradezu familiäre Eindrücke fest.

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Hannover. Schon aus der Ferne geht von diesen Bildern ein schillerndes Leuchten aus, ein Licht, das bei näherer Betrachtung aus hellen Farbflecken besteht. Zwischen den Braun- und Ockertönen von Natans Haarschopf etwa blitzt da Blau, Gelb oder das Weiß der Leinwand auf. Und auch Aures Gesicht ist von gleißenden Lichtpunkten durchsetzt.

Die Galerie Koch zeigt das Werk des Franzosen Daniel Enkaoua vom 27. September bis zum 28. Oktober 2017.

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Aus solchen Farbtupfen baut Daniel Enkaoua seine Bilder, mit einem Sinn für Lichteffekte, den man schon vom Impressionismus kennt und in einer Maltechnik, die an den auch Neoimpressionismus genannten Pointillismus erinnert. Und jetzt also eine Art Neo-Neo-Impressionismus aus der Hand dieses Künstlers?

In solche Schubladen lässt sich Enkaoua nicht zwängen. In seinen Bildern hält der gebürtige Franzose, der in Israel Talmud und Kunst studiert hat und in Barcelona lebt, vielmehr sehr persönliche, oft geradezu familiäre Eindrücke fest. Wie eben von Natan und Aure, zweien seiner Kinder. Oder auch von seiner Frau Sarah und den beiden anderen Kindern Yam und Liel.

Sie alle sind jetzt in der Galerie Koch zu erleben, als Kopf-, Büsten- oder Ganzkörperporträts, mal auf den Arm gestützt, mal auf dem Boden liegend – und durchweg als den Betrachter anblickendes Gegenüber. „En Face“ heißt denn auch diese Schau, die von Kontemplation und Konzentration, genauem Betrachten und ebenso intensivem Betrachtetwerden zeugt.

Das Licht der Weisheit

Es ist die erste Einzelausstellung dieses Künstlers in Hannover. Dabei kennen sich Daniel Enkaoua und Ole Koch, der Hannovers traditionsreichste Galerie für zeitgenössische Kunst zusammen mit seiner Schwester Petra leitet, schon aus den Jahren, als Koch noch für die Marlborough Gallery in London arbeitete. Die hat den Künstler schon öfter gezeigt, insgesamt hat Enkaoua bereits anderthalb Dutzend Einzelausstellungen in Europa und den USA erlebt. Unter den in Hannover gezeigten 35 Bildern sind neben den Porträts auch Stillleben und Landschaftsbilder.

Gemeinsam ist allen Werken die Maltechnik, die alle Gegenständlichkeit beim Nähertreten in einzelne Lichtpunkte auflöst. Womit sich das Leuchten als Daniel Enkaouas eigentliches Thema erweist. Aber das ist ja kein Wunder bei einem Künstler, der am Talmud geschult ist – in dem das Licht bekanntlich als Metapher der Weisheit gilt.

Daniel Enkaoua: „En Face“. Bis 28. Oktober in der Galerie Koch, Königstraße 50. Eröffnung heute um 19 Uhr mit einer Einführung von Ulrich Krempel.

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