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Kultur Nigel Kennedy spielt – und kaum einer wusste es
Nachrichten Kultur Nigel Kennedy spielt – und kaum einer wusste es
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00:15 02.04.2017
Von Stefan Arndt
Spielt im kleinen Saal des HCC: Nigel Kennedy. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Was für ein sonderbarer Mensch. Der Geiger Nigel Kennedy, 
60 Jahre alt, ist noch immer eine eindrucksvolle Erscheinung. Heute vielleicht sogar noch mehr als früher: Kennedy ist längst kein Klassikpunk mehr: die Frisur, die Jacke, die Turnschuhe, die Ghettofaust – all das ist bei dem Briten nicht Pose sondern Persönlichkeit.

Der Geiger Nigel Kennedy hat ein Konzert im Leibniz-Saal des HCC gegeben.

In seiner ganzen Wunderlichkeit wirkt er wie aus einem Roman des 19. Jahrhunderts entstiegen. So einer kann eigentlich nur ausgedacht sein – und doch wirkt Kennedy auf der Bühne so authentisch wie kaum ein anderer Musiker.

Seine aktuelle Tournee hat den Geiger in die Berliner Philharmonie und die Hamburger Laeiszhalle geführt. In Hannover dagegen hat sein Auftritt eher den Charakter eines Geheimkonzertes. Statt in einer großen Halle spielt er im kleinen Leibniz-Saal des HCC, der nicht einmal zur Hälfte gefüllt ist. Es hat vorher offenbar kaum jemand von diesem Auftritt erfahren.

Für Kennedy ist das aber kein Problem: Er spielt so ausdauernd und mitreißend, als hätte er ein Massenpublikum vor sich. Und am Ende, nach gut zweieinhalb Stunden schön sonderbarer Musik, reicht auch die überschaubare Zuschauerschar, um einen Jubel zu entfachen, wie er in diesem Raum nur selten zu hören ist.

Dabei hat der Geiger, der technisch wesentlich sicherer wirkte als bei anderen Auftritten in den vergangenen Jahren, nur seine selbst komponierten Verbeugungen vor Vorbildern wie Yehudi Menuhin und Stéphane Grappelli gespielt. Und ein wenig Bach, mit bizarren Phrasierungen und gewischten Trommelwirbeln in den langsamen Sätzen.

Bei jedem anderen Geiger wäre so etwas wohl kaum auszuhalten. Diesem begnadeten Narren aber, der sich fabelhaft leicht über den musikalischen Alltag hinwegsetzt, würde man gern noch viel länger zuhören.

Da ist er wieder: Pennywise – der böse Clown aus dem Bestseller „Es“ von Horror-Meister Stephen King. Schon sechs Monate vor dem Kinostart im September macht er Angst. Seit Mittwoch kursiert der erste Trailer im Netz. Und so viel steht bereits jetzt fest: Auch die Neuverfilmung ist nichts für schwache Nerven.

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