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Nachrichten Kultur Der kleine Wartezimmer-Knigge
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00:16 12.02.2018
„Der Nächste, bitte“ – Wartezimmer in einer Arztpraxis. Quelle: dpa
Hannover

Jetzt husten wieder alle. Und haben Fieber. Und gehen zum Arzt. Und kommen nicht gleich dran. Und ärgern sich darüber. Aber das Wartezimmer beim Arzt heißt ja schließlich Wartezimmer, weil man darin warten muss. Sonst hieße es: Flur. Damit das Warten gut und man sich nicht gegenseitig auf die Nerven geht, hat der „Arbeitskreis Umgangsformen“ jetzt einen kleinen „Wartezimmer-Knigge“ veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem:

Ein Anklopfen erübrigt sich bei einem Wartezimmer auch bei geschlossener Tür. Der Grund: Es handelt sich um einen Raum, in dem Anwesende damit zu rechnen haben, dass weitere Personen eintreten. Wichtig ist, die Tür behutsam zu öffnen, falls jemand dahinter steht. Ein Tagesgruß nach dem Betreten in die Runde (falls bereits mehrere da sind) sollte selbstverständlich sein. Wenn eben möglich, gehört auch in dieser Situation ein Lächeln dazu. 

Das Smartphone oder Handy wird am besten bereits vor dem Betreten des Wartezimmers stummgeschaltet. Telefonierend einzutreten fällt unter die Tabus wie auch das Führen von Gesprächen während dieser Wartezeit. Sollte das notwendig werden, gebietet es die Rücksichtnahme, dazu den Raum zu verlassen. Andere Funktionen des Smartphones zu nutzen, wie E-Mails zu bearbeiten oder soziale Netzwerke zu kontaktieren, setzt unter Höflichkeitsaspekten voraus, alle Tonfunktionen abzustellen, um die anderen Anwesenden nicht zu stören. 

Sind alle Sitzplätze belegt, stellt sich die Frage, wer für wen aufstehen sollte, was sich nur individuell entscheiden lässt. Die einfache Faustformel: Immer die Person, die weniger Stehprobleme hat als eine andere, zeigt sich hilfsbereit, wenn sie ihren Platz anbietet.(...). 

Wer sich die Zeit mit Zeitunglesen vertreiben möchte, weiß: Alles, was darüber hinaus geht wie Rätsel lösen oder Seiten herausreißen zählt zu den Unmöglichkeiten. Schließlich sind die in Wartezimmern ausliegenden Publikationen meist nicht einmal Eigentum der Praxis, geschweige denn das der Wartenden.“

Von rom

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