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Deutsche bei Filmfest in Venedig ausgezeichnet

Beste Nachwuchsdarstellerin Deutsche bei Filmfest in Venedig ausgezeichnet

Die 21-jährige Paula Beer ist bei den 73. Internationalen Filmfestspielen Venedig als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet worden. Sie erhielt den Preis für ihre Rolle in dem Drama "Frantz" des Franzosen François Ozon.

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Paula Beer darf sich über die Auszeichnung als beste Nachwuchsdarstellerin freuen.

Quelle: dpa

Venedig. Darin verkörpert sie eine junge Frau, die nach dem Ersten Weltkrieg um ihren Verlobten trauert und dann einen französischen Soldaten trifft. "Frantz", eine deutsche Koproduktion, ist ein Appell für Vergebung und Menschlichkeit. Es ist erst der dritte Preis für eine deutsche Schauspielerin in Venedig. Zuletzt hatte Katja Riemann im Jahr 2003 für das Drama "Rosenstraße" den Löwen als beste Hauptdarstellerin in Venedig gewonnen.

Mit Wim Wenders war auch ein deutscher Filmemacher im Rennen um einen der Preise gewesen. Er ging mit seinem in 3D gedrehten Werk "Die schönen Tage von Aranjuez" allerdings leer aus.

Das Drama "The Woman Who Left" des philippinischen Regisseurs Lav Diaz hat den Goldenen Löwen für den besten Film gewonnen. Es ist der erste Hauptpreis des Festivals, der in das asiatische Land geht. Das in Schwarz-Weiß gedrehte Werk des 57-jährigen Regisseurs erzählt von einer Frau, die 30 Jahre lang zu Unrecht inhaftiert war und dann versucht, wieder in ihr Leben zurückzufinden. Der Film dauert fast vier Stunden.

Den Großen Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, erhielt der Thriller "Nocturnal Animals" des US-Modedesigners Tom Ford. Als beste Schauspieler wurden die US-Amerikanerin Emma Stone und der Argentinier Oscar Martínez ausgezeichnet. Stone gewann für ihre Leistung in dem Musical "La La Land" von Damien Chazelle; Martínez für seinen Part in der Tragikomödie "El ciudadano ilustre".

Der Spezialpreis der Jury ging an die Regisseurin Ana Lily Amirpour für das Kannibalendrama "The Bad Batch". Für das beste Drehbuch wurde Noah Oppenheim für "Jackie" (Regie: Pablo Larraín) über die ehemalige First Lady der USA, Jackie Kennedy, ausgezeichnet.

Den Preis für die beste Regie teilten sich der Mexikaner Amat Escalante für "La Región Salvaje (The Untamed)" und der Russe Andrej Kontschalowski für "Paradise". Beides sind deutsche Koproduktionen.

Im Wettbewerb hatten 20 Beiträge um die Auszeichnungen konkurriert. Das Filmfest Venedig ist das älteste der Welt.

dpa

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