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Die Chor.Com zieht nach Hannover

Großes Sängertreffen Die Chor.Com zieht nach Hannover

200 Veranstaltungen in vier Tagen: Die Chor.Com, das weltgrößte Branchentreffen von Sängern macht Hannover ab 2019 endgültig zur Chorstadt.

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Gemeinsam für die Chorstadt: Sabine Schormann ( Niedersächsische Sparkassenstiftung), Henning Scherf ( Deutscher Chorverband), Oberbürgermeister Stefan Schostok, Lavinia Franke (Stiftung Niedersachsen), Kulturminister Björn Thümler (CDU) und Moritz Puschke (Künstlerischer Leiter der Chor.Com).

Quelle: Samantha Franson

Hannover.  Das hannoversche Musikleben bekommt einen neuen Höhepunkt. Vom kommenden Jahr an wird die Messe Chor.Com ihre Zelte in der Stadt aufschlagen. Die Veranstaltung, die bisher in Dortmund beheimatet war, gilt als das weltweit größte Branchentreffen der Chorszene und wendet sich an Sänger und Chorleiter, aber auch an Buch- und Notenverlage, CD-Produktionsfirmen, Veranstaltungstechniker und Ausbildungsinstitute. Vom 12. bis zum 15. September 2019 wird es mehr als 200 Veranstaltungen in der Stadt geben. Während die Fachbesucher – erwartet werden rund 2200 Interessierte – tagsüber von Workshops, Diskussionen und Meisterkursen im Messezentrum im HCC profitieren können, wird an den Abenden das Konzertangebot in den Kirchen, Sälen und Plätzen der Stadt sprunghaft ansteigen. 

Veranstaltet wird die Messe alle zwei Jahre vom Deutschen Chorverband. Ausschlaggebend für den Wechsel nach Hannover seien vor allem künstlerische Gründe, sagte dessen Präsident Hennig Scherf am Mittwoch im Rathaus. Neben der Dichte an hochkarätigen Chören in der Stadt sei vor allem eine Musikhochschule, die regelmäßig gut ausgebildete Chorleiter hervorbringt, ein wichtiger Faktor gewesen. Die Chorbewegung lebe vor allem von guten Chorleiter, so der ehemalige Bremer Bürgermeister: „Wenn die fehlen, trinken am Ende alle nur noch Bier, und der Chor stirbt langsam aus.“

Auch die Finanzierung, die in Dortmund zuletzt ins Wanken geraten war, hat eine wichtige Rolle beim Zuschlag für Hannover gespielt. Rund 800 000 Euro müsse man für die Ausrichtung einer Messeausgabe  veranschlagen, sagte Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. Ein Viertel der Kosten, also 200 000 Euro wird die Stadt tragen, das Land beteiligt sich ebenfalls mit dieser Summe. Helfen werden dabei auch die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Stiftung Niedersachsen. Der Rest der Summe verteilt sich zu gleichen Teilen auf den Bund und den Veranstalter.

Schostok versteht die Messe als einen Startschuss für weitere Projekte. „Wir wollen mehr, und wir können mehr“, sagte er mit Blick auf eine mögliche Bewerbung Hannovers als Europäische Kulturhauptstadt. Kulturminister Björn Thümler betonte derweil die allgemeine Bedeutung des Singens für die Gesellschaft. 

Von Stefan Arndt

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