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Kultur Die Hannoversche Orchestervereinigung spielt Weber und Beethoven
Nachrichten Kultur Die Hannoversche Orchestervereinigung spielt Weber und Beethoven
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00:22 19.04.2018
Konzert der Hannoverschen Orchestervereinigung im Funkhaus Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

 Große Oper hat die Hannoversche Orchestervereinigung auf die Bühne des Großen Sendesaals gebracht. Mit der Ouvertüre und zwei Szenen aus Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ hat das Orchester Neuland betreten, ist es doch nicht gerade üblich, dass sich ein Laienorchester, abgesehen von Ouvertüren und Vorspielen, mit Musik für die Opernbühne beschäftigt. 

In der Ouvertüre benötigten die Musiker ein wenig Zeit, um sich aufeinander einzuspielen und im voll konzentrierten Konzertmodus anzukommen. Und manchmal konnte man auch wahrnehmen, wie technisch anspruchsvoll dieses Stück ist. Aber sie musizierten mit so viel Spannung, Intensität und Engagement, dass kleinere spieltechnische oder intonatorische Unebenheiten nicht ins Gewicht fielen. Man wurde wunderbar vorbereitet auf die folgenden Szenen von Max (1. Akt) und Agathe (2. Akt), die nicht nur zu den Kernszenen der Oper gehören. Juliane Dennert verkörperte eine frische, hell timbrierte Agathe, Uwe Gottswinter sang einen kraftvollen und sonoren Max.

In Beethovens Pastorale wählte Dirigent Martin Lill flüssige Tempi und überzeugte mit einem stimmigen Gesamtkonzept: Dynamische Verläufe waren intelligent geplant und ausgeführt, Phrasen, Melodien und auch ganze Satzabschnitte wurden sehr genau artikuliert und dramaturgisch aufgebaut. Dabei führt er das Orchester mit klaren Gesten und die Musiker setzen das großartig um. Tolle Bläsersoli taten ein übriges für einen genussvollen und musikalisch erfüllenden Abend in einem ordentlich besuchten Saal.

Von Michael Meyer-Frerichs

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