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Kultur Nordmedia mit sieben Filmen auf der Berlinale
Nachrichten Kultur Nordmedia mit sieben Filmen auf der Berlinale
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11:42 19.02.2018
Filmförderung ist ganz einfach: Man muss nur das ganz Kleine ganz groß machen. Szene aus dem von der Nordmedia geförderten Film „Die kleine Hexe“ mit Karoline Herfurth Quelle: Studiocanal GmbH / Claussen+Putz Film / Walter Wehner
Hannover

 „Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?“ ist der Titel einer Filmkomödie von Lola Randl, die auf den 68. Internationalen Filmfestspielen in Berlin zu sehen sein wird. Es ist einer von sieben Filmen auf der Berlinale, die von der Nordmedia unterstützt worden sind. Weiter werden auf der Berlinale der Kurzdokumentarfilm „Die Schläferin“ von Alexandra Gerbaulet, die  Dokumentarfilme „Aggregat“ von Marie Wilkes, „Als Paul über das Meer kam“ von Jakob Preuss und „Familienleben“ von Rosa Hannah Ziegler, sowie der Spielfilm „Die kleine Hexe“ von Michael Schaerer und der Animationsfilm „Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei“ von Ute von Münchow-Pohl zu sehen sein. Sieben von Nordmedia geförderte Filme auf der Berlinale –das ist ein schöner Erfolg der Filmfördergesellschaft, die Projekte in Niedersachsen und Bremen voranbringt. 

Für die norddeutschen Filmförderer gibt es jedenfalls überhaupt keinen Anlass, sich irgendwie ausgebrannt und leer zu fühlen. Mit einigem Stolz konnten sie jetzt Zahlen der Bilanz 2017 verkünden. Demnach wurden 11,3 Millionen Euro für 237 Film- und Computerspielprojekte in Norddeutschland ausgegeben. An 850 Tagen wurden in Niedersachsen und Bremen Filme gedreht. Mit jedem Euro, der in Niedersachsen ausgegeben wurde, so die Rechnung der Nordmedia, flossen 6,75 Euro in das Land zurück, dieser „Niedersachsen-Effekt“ soll mit 675 Prozent so hoch sein wie nie zuvor. 

Nordmedia fördert nicht nur Filmproduktionen, sondern auch Festivals und Präsentationen des Landes auf Messen und Filmfesten wie der Berlinale (bei der die Fördergesellschaft am Freitag, 16.  Februar, zur großen Nordmedia-Nacht in die Niedersächsische Landesvertrung einlädt - 1000 Gäste werden erwartet). Auch die Förderung von elektronischen Spielen wird immer wichtiger. Hier konnten sich die Förderer von Nordmedia im vergangenen Jahr über einen besonderen Preis freuen: Das Game „Debugger 1.16: Hack’n’Run“wurde mit dem Deutschen Computerspielpreis in der Kategorie „Best Serious Game“ ausgezeichnet.

Die Spieleförderung der Nordmedia ist gerade dabei, sich zur Wirtschaftsförderung auszuweiten. Im September hat die Nordmeda das „Apits Lab“ gegründet. Das steht für „Applied Interactive Technologies“ und hat das Ziel, Techniken aus der Gamebranche  wie den Umgang mit Virtual oder Augmented  Reality an den niedersächsischen Mittelstand weiterzugeben. Entwickler aus der Region sollen mit Unternehmen vernetzt werden, auf verschiedenen Veranstaltungen im Land soll Vertretern des Mittelstands verdeutlicht werden, wie die Techniken der Spieleentwickler ihr Unternehmen voranbringen kann. So soll das „Apits Lab“ auch einen Beitrag zur Digitalisierung der niedersächsischen Wirtschaft leisten. 

Auf eine recht neue Technik setzt die Nordmedia auch mit der Förderung von Dani Levy Kurzspielfilmprojekt „Geschichten aus Jerusalem: Glaube - Liebe- Hoffung – Angst“. Der Regisseur hat in Jerusalem vier Kurzfilme in 360-Grad-Technik gedreht. Die Zuschauer setzen sich eine Art Brille auf und bewegen sich damit im virtuellen Raum, den Filmregisseur Levy für sie eröffnet. Am Sonntag, 18. Februar, ist das Projekt als Preview anlässlich der Berlinale im Jüdischen Museum in Berlin zu sehen. Im regulären Museumsprogramm laufen die Filme dann vom 3. Mai bis zum 17. Juni.

Obgleich die Filme in Jerusalem gedreht wurden und in Berlin gezeigt werden sollen, gibt es auch hier einen Niedersachsen-Effekt – schließlich wurden die Filme von der in Hannover ansässigen Firma TVN mit 360-Grad-Kameratechnik und passendem Rundumsound hergestellt.

Von Ronald Meyer-Arlt

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