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Die Tanzoffensive

Tanz in Hannover 2017 Die Tanzoffensive

Ein Gastspielreigen bei Commedia Futura, ein neues Team beim 31. Internationalen Wettbewerb für Choreographie, spannende Gäste beim 32. Festival TANZtheater INTERNATIONAL. Ein Blick auf das „Tanzjahr“ 2017.

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Akrobatisch: „Tao Te“ in der Eisfabrik.

Quelle: Puskel-Zsolt

Hannover. W ir finden, dass diese Stadt mehr Tanz braucht, mehr Bewegung auf der Bühne, Poesie und Emotionen.“ Mit diesem Gruß an die Tanzfreunde verabschiedete sich Commedia Futura vom „Tanzjahr 2016“ - und rief zugleich auf zur „TanzOffensive“ im Jahr 2017. Mit einer Reihe von Gastspielen unter dem Motto „A Carnival of the Bodies“ starten die Commedia Futuristen in der Eisfabrik durch, im Februar mit „Nuvole“ von Simone Deriu und Tatiana Marchini. Deriu wurde als Mitglied von Landerer&Company in Hannover bekannt, zusammen mit Tatiana Marchini gründete er Riu Dense Sense, das Duo realisiert Tanzprojekte im In- und Ausland, unter anderem mit Commedia Futura in der Eisfabrik, dort hat sein neues Tanzstück - eine Choreografie der flüchtigen Gedanken, Träume und Hoffnungen - am 4. Februar, 20 Uhr, Premiere.

Zärtlich, aggressiv und akrobatisch gestaltet sich der erste Teil des Doppelabends „Tao Te/ Séance“ am 24. und 25. Februar in der Eisfabrik. In „Tao Te“ suchen Ferenc Fehér und sein Partner Akos Dosca ihren tänzerischen Weg zwischen den Extremen, in „Séance“ ist das Team Dekoltas Handwerk mit doppelbödigem Objekttheater der Flüchtigkeit der Wahrnehmung auf der Spur. Im Mai gibt es in der Eisfabrik eine Doppelpremiere als Heimspiel: „Die Übersetzer“ von Landerer&Company sind ab 4. Mai zu sehen, Commedia Futura folgt am 19. Mai mit „Post Mortem/ Nach den Müttern“ in Kooperation mit dem kanadischen Tänzer und Choreografen Ben Landsberg.

„Der Tanz ist in Hannover unglaublich gut vernetzt, dass das Ballett der Staatsoper und die freie Szene so gut zusammenarbeiten, ist nicht selbstverständlich“, betont Marlis Drevermann. „Der Tanz zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Ich bin einfach tanzbegeistert.“ Die ehemalige hannoversche Schul- und Kulturdezernentin gehört seit vergangenem November zum Vorstand der Ballettgesellschaft Hannover, die seit drei Jahrzehnten den „Internationalen Wettbewerb für Choreographie“ veranstaltet - ein Gipfeltreffen und Karrieresprungbrett für Nachwuchschoreografen aus aller Welt. „Der Tanz braucht keine Übersetzung, die Künstler drücken sich mit ihrem Körper aus. Den internationalen Choreografenwettbewerb kann man daher gar nicht hoch genug schätzen“. In ihrer neuen Funktion will Drevermann bestehende Tanz-Netzwerke festigen und neue Verbindungen knüpfen.

Der diesjährige Choreografenwettbewerb am 17. und 18. Juni im Theater am Aegi steht auch unter neuer künstlerischer Leitung. Nanine Linning, Chefchoreografin am Theater Heidelberg, löst den Direktor des Scapino-Balletts Rotterdam, Ed Wubbe, ab, der viele Jahre lang dem Wettbewerb vorstand. „Nanine Linning war eine unserer Preisträgerinnen, hier schließt sich ein Kreis und wir können uns erneut vernetzen. Denn diese junge Choreografin arbeitet interdisziplinär und wird neue Sichtweisen beisteuern“, so Drevermann. Für den Wettbewerb 2017 seien bereits zahlreiche Bewerbungen eingegangen. „Das ist ungewöhnlich und freut uns natürlich sehr. Diesmal sind besonders viele Künstler aus Afrika dabei. Es wird also viele neue Impulse geben.“ Und zwei zusätzliche Produktionspreise, den „Delattre Dance Award“ und den Produktionspreis des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau. Begegnungen mit jungen Choreografen und ein Wiedersehen mit bekannten Gruppen gibt es beim 32. Festvial TANZtheater INTERNATIONAL, das vom 31. August bis 9. September über Hannovers Bühnen geht. Das Programm steht Anfang Juli fest. Dann beginnt auch der Kartenvorverkauf.Dz

Karten für die Gastspielreihe „A Carnival of the Bodies“ in der Eisfabrik unter (05 11) 81 63 53.

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