Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Kultur Die letzte Fitz Oblong Show
Nachrichten Kultur Die letzte Fitz Oblong Show
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 26.03.2018
Ur-Oblongist Dietrich zur Nedden Quelle: Meyer-Arlt
Hannover

 Es gab einen Ort, es gab eine Idee, aber es gab kein Geld. Also spielte man „auf Kasse“. 1993 hatte im Foyer des Künstlerhauses die „Fitz Oblong Show“ Premiere. Das war der Start einer erfolgreichen Reihe. Michael Quasthoff und Dietrich zur Nedden hatten Literaten und Musiker zu Gast. Man redete, las Texte, machte Musik, die Zuschauer amüsierten sich. Der Titel der Show hängt mit der Augsburger Puppenkiste zusammen. Dort gab es eine Reihe mit dem kleinen dicken Ritter Fitz Oblong. Es war die letzte Puppenkistenserie, die noch in schwarz-weiß aufgenommen wurde. Der Abschied liegt also schon im Titel. 

„Die Mutter aller Lesebühnen“ wird die „Fitz-Oblong-Show“ gern genannt. Und das nicht zu Unrecht. Es gibt kaum eine andere Reihe dieser Art, die älter ist. Doch nun, 25 Jahre nach der ersten Show, soll Schlusss sein. Am Freitag, 4. Mai, wird im Kinosaal des Künstlerhauses  das große Finale gefeiert.

Dietrich zur Nedden, der von Anfang an dabei war, wird Gastgeber sein. Mit ihm sitzt Thomas Quasthoff auf der Bühne. Er ist der Bruder von Michael Quasthoff, dem Mitbegründer der Reihe, der 2010 gestoben ist. Als Gast wird Felicitas Hoppe erwartet. Sie war bereits in den Anfangsjahren Gast der Fitz-Oblong-Show. Damals hatte sie noch kein Buch, sondern nur ein paar Geschichten in Zeitschriften veröffentlicht. Quasthoff und zur Nedden fanden die Geschichten toll. Sie hatten ein gutes Gespür für Talente. Mittlerweise ist Felicitas Hoppe Sie ist Trägerin des Georg-Büchner-Preises.

Beim Abschiedsabend am 4. Mai soll es  ein Best of der schönsten Texte geben. Dietrich zur Nedden liest eigene Texte und Thomas Quasthoff die seines Bruders. Zusammen singen sie begleitet von Hans Gierschik am Klavier einige Songs aus der ereignisreichen Oblong-Geschichte.

Der Abschied ist übrigens nicht der erste Abschied in der Oblong-Geschichte. Bereits im Jahr 2002 gab es einen Abschiedsabend. Damals feierte man zusammen mit Fritz Tietz, Gerhard Henschel und Wiglaf Droste den letzten Theaterabend im Künstlerhaus. Dauer der Veranstaltung: vier Stunden. Aber das war nichts Besonderes. Überzogen wurde eigentlich immer. 

Von Ronald Meyer-Arlt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kabarettist und Liedermacher Bernd Stelter amüsiert und berührt sein Publikum im Theater am Aegi

26.03.2018

Arno Geigers neuer Roman ist eine Mediation über die Schrecken des Krieges. Im Literaturhaus befragte ihn Martina Sulner zu  „Unter der Drachenwand“.

25.03.2018

Der Schriftsteller Ingo Schulze möchte sich gerne mit den Unterzeichnern der umstrittenen „Erklärung 2018“ und Flüchtlingen zusammen an einen Tisch setzen. Im Interview erzählt er auch, weshalb die Empörung in seiner Heimatstadt Dresden so groß ist.

22.03.2018