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Wo kann man Buddelschiffe gucken?

Digitaler Museumsführer Wo kann man Buddelschiffe gucken?

Mit dem Museumsportal geht jetzt der erste digitale Museumsführer für Niedersachsen und Bremen an den Start. Allerdings sind darin mit 366 Einträgen bisher nur ein Bruchteil aller Häuser aufgeführt. Die Organisatoren geben sich zuversichtlich, dass diese Zahl in den kommenden Monaten auf 500 steigen kann.

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Große Schiffe, kleine Schiffe, und alle in der Flasche: Das Buddelschiffmuseum in Neuharlingersiel ist auch im digitalen Museumsführer zu finden. 

Quelle: dpa

Hannover/Bremen. Sie interessieren sich für alte Autos oder neue Kunst? Für Werder Bremen oder Wintersport im Harz? Für Buddelschiffe oder Uhren, Stroh- oder Wollverarbeitung? All das und noch viel mehr findet sich hierzulande in Museen. Doch weil der jüngste Museumsführer nur noch im Antiquariat erhältlich ist, war diese Vielfalt bislang nicht leicht zu finden. Genau das wird sich nun ändern - mit dem Museumsportal für Niedersachsen und Bremen, das alle Museen und Sammlungen der beiden Länder im Internet verfügbar machen soll.

Durch Suche in einer Gesamtliste oder auf einer Karte, sortiert nach Themen oder Regionen, kann man sich so einen Überblick über die Museen verschaffen. Eine Orientierungshilfe also für deren rund 7,5 Millionen jährliche Besucher in beiden Ländern. Präsentiert wurde das Ganze jetzt von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Kulturministerium, die es finanziert haben - gemeinsam mit dem Museumsverband, der es betreuen soll.

„Das Museumsportal schließt eine seit Langem bedauerte Informationslücke“, sagt Sabine Schormann, Direktorin der Sparkassenstiftung. Denn während es in anderen Bundesländern längst ähnliche Internetportale gibt, ist man hierzulande bislang auf den gedruckten Museumsführer angewiesen gewesen. Der ist zuletzt 2001 erschienen und damit längst veraltet, räumt Schormann ein und hält ein ziemlich zerlesenes Exemplar in die Höhe.

Seit 2001 hat sich die Museumslandschaft gründlich gewandelt, betont sie unter Hinweis auf das Bemühen ihrer Stiftung und anderer Förderer, die Häuser auf dem Weg zu größerer Publikumsnähe zu unterstützen. „Jetzt bekommt man durch das Museumsportal Zugang zu einer unglaublichen Vielfalt - und einen Eindruck von der gewachsenen Qualität der Museen und Sammlungen“, sagt Kathrin Höltge, im Kulturministerium für Museen und Bildende Kunst zuständig. Diese Vielfalt wächst nach ihren Worten noch: 2010 hat man 665 Museen und Sammlungen gezählt, inzwischen soll ihre Zahl auf rund 900 geklettert sein.

Im Museumsportal schlägt sich das allerdings noch nicht nieder. „Alle Museen auf einen Blick“, heißt es auf der Website. Doch bislang sind darauf nur 366 Museen und Sammlungen präsent. „Es sind aber die allerwichtigsten“, betont Hans Lochmann, Leiter des Museumsverbands für Niedersachsen und Bremen. Und Sabine Schormann wagt die Prognose, dass die Summe im Laufe des nächsten Jahres auf 500 wachsen werde. „Eine endgültige Zahl wird es nie geben, denn manche Häuser wie das Heimatmuseum Wittmund schließen - und andere wie die Filzwelt Soltau öffnen demnächst erst.“

Das Museumsportal soll nicht nur komplettiert, sondern auch aktuell gehalten werden. „Wir hoffen da auf Rückmeldungen der Häuser“, sagt Lochmann, doch einmal im Jahr werde man auch Aktualisierungen abfragen. Außer über den Museumsverband bietet das Portal auch Informationen über das Museumsgütesiegel, und ein Qualitätssiegel des Tourismusmarketings soll noch hinzukommen. „Schließlich“, sagt der Museumsverbandsleiter, „haben wir den Zuschnitt der Museumsregionen mit dem Tourismusmarketing abgestimmt.“

Das Museumsportal Niedersachsen und Bremen hat drei Adressen: www.museeen-in-niedersachsen.de, www.museen-in-bremen.de und www.mvnb.de.

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