Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Muskel-Halbgott mit Selbstzweifeln

Dwayne „The Rock“ Johnson als „Hercules“ Muskel-Halbgott mit Selbstzweifeln

Zeus-Sohn Herkules musste schon für zig Hollywoodfilme herhalten. Halb Mensch, halb Gott gibt es ihn in diesem Jahr gleich doppelt im Kino. Nach „Legend of Hercules“ mit Kellan Lutz zeigt nun Dwayne Johnson in dem Action-Spektakel „Hercules“ seine Muskeln.

Voriger Artikel
„Das sind lebende Tote“
Nächster Artikel
Kulturrat unterstützt „Weimarer Appell“

Mal Keule, mal Schwert: Dwayne „The Rock“ Johnson als muskelbepackter Halbgott.

Quelle: Kerry Brown/Paramount Pictures/Metro-Goldwyn-Mayer Pictures

Los Angeles. Wie gut, dass Ex-Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson so stark ist. Hollywoods Muskelpaket aus Filmen wie „Fast & Furious“ und „G.I. Joe“ nimmt es in „Hercules“ mit neunköpfigen Schlangen, riesigen Löwen, furchterregenden Kriegern und einer Flut von Pfeilgeschossen auf. Regisseur Brett Ratner („Rush Hour“, „X-Men – Der letzte Widerstand“) wirbelt sie den Zuschauern in 3D direkt ins Gesicht. Das neue Helden-Epos aus Hollywood mit reichlich Spezialeffekten ist mehr als pure Action.

Die Fantasy-Verfilmung nach der Comic-Vorlage von Steve Moore nimmt es mit dem Mythos der griechischen Sage jedoch nicht ganz ernst. Wenn Hercules die Muskeln anspannt, zwinkert er auch mal mit den Augen. Seinen heldenhaften Ruf, als Zeus-Sohn mit übermenschlichen Kräften gesegnet zu sein, stellt er selbst infrage. Das macht den bärenstarken Kerl, der vielleicht doch nur ein Normalsterblicher ist, gleich sympathischer.

Seine ohnehin schon imposanten Muskelberge hat Johnson für seine Rolle als „Hercules“ per Extratraining noch weiter anwachsen lassen. Er bestand darauf, alle Kampfszenen selbst zu spielen und schwenkte dabei die berüchtigte „Hercules“-Keule und scharfe Schwerter.

So zieht er mit einigen Söldnern und der Armee von König Cotys (John Hurt, „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“) in die Schlacht um Thrakien. Dass Cotys ein doppeltes Spiel treibt, geht Hercules erst später auf. Glücklicherweise kann er sich auf seine treue Gefolgschaft verlassen.

Dazu gehören der schräge Prophet Amphiaraus (Ian McShane, „Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“), der seinen eigenen Tod ständig falsch voraussagt, der Messer-wirbelnde Autolycus (Rufus Sewell, „Abraham Lincoln – Vampirjäger“), die furchtlose Amazone Atalanta (Ingrid Bolsø Berdal, „Hänsel und Gretel – Hexenjäger“) und der Geschichtenerzähler Iolaus (Reece Ritchie, „Prince of Persia – Der Sand der Zeit“).

Joseph Fiennes („Der Rote Baron“) hat eine kleine Rolle als König Eurystheus. Das russische Model Irina Shayk, Freundin von Fußballer Cristiano Ronaldo, spielt in ihrem ersten Filmauftritt die schöne Hercules-Ehefrau Megara. Die schwedische Newcomerin Rebecca Ferguson, die kürzlich den Zuschlag für „Mission: Impossible 5“ erhielt, mimt die Tochter von König Cotys, die sich mit „Hercules“ verbündet.

Zwischen dem jüngsten „Hercules“-Film und seinem Vorgänger im Mai, „The Legend of Hercules“, liegen Welten. Unter der Regie von Renny Harlin („Cliffhanger“) hatte sich „Twilight“-Vampir Kellan Lutz in den Halbgott verwandelt. Doch jene Heldensaga mit spröden Dialogen, unausgefeilten Spezialeffekten und schnellen Cuts glich mehr einem Videospiel.

Brett Ratner konnte es mit seiner „Hercules“-Adaption nur besser machen. Es sind 98 Minuten Actionspaß mit eindrucksvollen Kampfszenen und einem „Hercules“, der sich nicht zu ernst nimmt. Selbst mit einem gewaltigen Löwenfell als Kopfschmuck macht Dwayne Johnson noch eine gute Figur.

Von Barbara Munker, dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur
Doppelausstellung in der Galerie Falkenberg

Abstraktion? Im Gegenteil: Die verblüffend gegenständliche Doppelausstellung 
"Erscheinungsbilder“ und „Flausch“ in der Galerie Falkenberg.