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Garten-Theater mit Shakespeare

Herrenhausen Garten-Theater mit Shakespeare

Von Bilsenkraut, Rosen und Meerfenchel - wer Pflanzen kennt, kann Shakespeare besser verstehen. Mit einem Vortrag zu Pflanzen in Shakespeares Dramen wurde im Berggarten Herrenhausen die Reihe „Shakespeare im Gartentheater“ eröffnet.

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Pflanzen für Shakespeare

Quelle: Ronald Meyer-Arlt

Hannover. "Hamlet" beginnt im Winter und endet im Sommer, dem Fortgang der Handlung kann man auch über die Blüte der Pflanzen flogen, die im Stück erwähnt werden. Das ist eine der Thesen von Stefan Schneckenburger, dem Leiter des botanischen Gartens Darmstadt. Die von ihm kuratierte Ausstellung „Garten=Theater - Pflanzen in Shakespeares Welt“ ist jetzt im Berggarten Herrenhausen zu sehen. Bunte, recht schriftreiche Tafeln neben einigen Pflanzen im Bergarten erklären, in welchem Drama Shakespeares sie ihren Auftritt haben, und welche Rolle sie dort spielen.

Zum Auftakt der Reihe „Shakespeare im Gartentheater“ präsentierte Schneckenburger jetzt seinen botanischen Interpretationsansatz mit einem Vortrag im Berggarten.

Von Rosen (die Häuser York und Lancaster) über Meerfenchel (die Klippenszene in „König Lear“) bis Grantapfel (dem Symbol von Liebe und Tod aus „Romeo und Julia“) führte sein botanischer Lehrpfad durch Shakespeares Welt. Die Rolle der Pflanzen im dramatischen Werk Shakespeares ist klar: Sie sind Teil der berühmten Wortkulissen. Wo und wann welche Szene spielte, zeigte nicht die Bühne, das musste in Shakespeares Dramen stets über den Text funktionieren – und da waren Pflanzen recht hilfreich. Schneckenburger demonstrierte anschaulich: Wer Pflanzen kennt, versteht Shakespeare besser. Zum Schluss empfahl er seinen Zuhörern: „Lesen Sie Shakespeare. Gehen Sie in den Berggarten.“

 Am Sonnabend, 6. August, hält Übersetzer Frank Günther um 16 Uhr einen Vortrag über die „Abenteuerliche Reise in Shakespeares Sprachwunderwelten“. Von Donnerstag, 11., bis Sonnabend, 13. August, spielt das „Ensemble Persona“ jeweils um 20.30 Uhr im Gartentheater Herrenhausen „Romeo und Julia“

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