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Elbphilharmonie mit Spektakel eröffnet

Konzerthaus in Hamburg Elbphilharmonie mit Spektakel eröffnet

Hamburg hat ein neues Wahrzeichen: Nach fast einem Jahrzehnt Bauzeit ist die Hamburger Elbphilharmonie am Mittwochabend eröffnet worden. Bundespräsident und Bundeskanzlerin staunten über das Klangwunder. Hunderte Schaulustige verfolgten trotz Schmuddelwetters die große Lichtshow. Viele waren begeistert – aber nicht alle.

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So klingt die Elbphilharmonie

Endlich eröffnet: die Elbphilharmonie. Die Eröffnung wurde mit einer spektakulären Lichtshow gefeiert.

Quelle: imago/Manngold

Hamburg. Applaus brandet auf, als Chefdirigent Thomas Hengelbrock den Saal betritt, seinen Taktstock hebt und das Eröffnungskonzert mit Benjamin Brittens zauberhaften Oboe-Tönen im Dunkeln beginnt. Während Bundespräsident und Bundeskanzlerin den Klängen lauschen, illuminiert draußen im Hamburger Hafen zeitgleich eine spektakuläre Lichtshow die Fassade des alten Kaispeichers, auf dem die Elbphilharmonie steht, und setzt die Musik in Farben und Formen um. So können auch Schaulustige an den nahen Landungsbrücken und auf Barkassenbooten auf der Elbe die beeindruckende Eröffnung von Hamburgs neuem Wahrzeichen live verfolgen.

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Nach knapp zehn Jahren Bauzeit ist die Hamburger Elbphilharmonie mit einem Konzert eröffnet worden. Zu den 2100 geladenen Gästen gehörten Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).

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Nach zehn Jahren Bauzeit und immensen Kostensteigerungen ist es am Mittwochabend endlich so weit: Was manch einer schon nicht mehr zu hoffen wagte - die Hamburger Elbphilharmonie, schon jetzt das neue Wahrzeichen der Hansestadt, startet mit einem Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters durch 400 Jahre Musikgeschichte, von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Zu den 2100 Gästen gehören Schauspieler Armin Mueller-Stahl, Ballettchef John Neumeier und Ex-Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina. Aber auch 500 Glückliche, die ein Ticket gewonnen hatten – schließlich soll die „Elphi“ ein „Haus für alle“ sein.

Die Kosten stiegen von 77 auf 789 Millionen Euro

Es sei nun an den Hamburgern, die hohen Erwartungen zu erfüllen, mahnt Bundespräsident Joachim Gauck und schreibt den Politikern ins Stammbuch, sorgsam mit Steuergeldern umzugehen – ein klarer Seitenhieb wegen der Kostenexplosion bei der Elbphilharmonie. Sie kostete die Steuerzahler am Ende 789 Millionen Euro, zehnmal mehr als geplant. Zugleich lobte Gauck aber den wunderbaren Klang und die Architektur des Hauses.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Klassik-Fan und fast immer bei den Bayreuther Festspielen dabei, saß neben ihrem Mann Joachim Sauer im neuen Konzertsaal, der wie die Berliner Philharmonie im Weinberg-Stil gebaut ist – mit einer Bühne in der Mitte, die von aufsteigenden Zuschauerrängen umgeben ist.

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Hamburg neues Wahrzeichen erklingt: Nach zehnjähriger Bauzeit wird die Elbphilharmonie am Mittwoch eröffnet. Sie ist weit mehr als nur ein Konzerthaus – der gläserne Neubau mit seiner kühn geschwungenen Dachlandschaft erhebt sich auf dem Sockel eines ehemaligen Kaispeichers an der westlichen Spitze der Hafencity.

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Auf dem Programm des Eröffnungskonzerts stehen Werke von Cavalieri, Liebermann, Messiaen, Praetorius, Wagner und eine Uraufführung von Wolfgang Rihm. Am Ende sollte Beethovens Neunte Sinfonie „Freude, schöner Götterfunken“ nicht fehlen – auch wenn es dort in einer Zeile heißt: „Seid umschlungen, Millionen!“ - was angesichts der immensen Kostensteigerungen falsch verstanden werden könnte. Aber dass sich der Mehraufwand und die Geduld offenbar gelohnt haben, zeigt ein Drohnen-Video aus der Elbphilharmonie.

Schon jetzt wird die Elbphilharmonie als „Architekturwunder“ und „Jahrhundertbau“ gepriesen. Auch die Besucher aus aller Welt sind begeistert: Bis Januar haben bereits 500.000 Menschen die öffentliche Plaza in 37 Metern Höhe besucht und sich die Aussicht über die Stadt und den Hafen angesehen. Und Karten für die Eröffnungssaison bis Anfang Juli gibt es schon lange nicht mehr.

Sollte sich die Prophezeiung von Hamburgs Generalmusikdirektor Kent Nagano bestätigen, der glaubt, die Elbphilharmonie werde „der beste Saal der Welt werden“, stehen Hamburg und die klassische Musik vor einer glänzenden Zukunft. Dank des neuen Konzerthauses – die Entstehung des imposanten Gebäudes können Sie hier noch einmal Revue passieren lassen.

Hunderte Schaulustige zum Elbphilharmonie-Start

Außerhalb des Gebäudes verfolgten hunderte Schaulustige trotz Schmuddelwetters die große Lichtshow zur feierlichen Eröffnung. Um die Konzerthalle herum und an den Landungsbrücken waren es laut Polizei anfangs rund 1100 Menschen. Viele seien aber vorzeitig gegangen. Während im Inneren des neuen Hamburger Wahrzeichens 2100 geladene Gäste das Eröffnungskonzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters erlebten, illuminierten riesige Projektoren und Scheinwerfer die Außenfassade.

Bei stürmischen Böen und Regenschauern versammelten sich Hamburger und Touristen an der Anlegestelle gegenüber der Hafencity, von der sich die beste Sicht auf die opulente Lichtinstallation bot. Die Musik des Orchesters wurde dabei in bunten Farben und aufwendigen Projektionen umgesetzt.

„Unfassbar, wie viel Geld ausgegeben wurde“

Herbert (65) und seine Frau Inge Bosch (59) waren für das Spektakel extra aus Berlin angereist. „Wir waren schon in vielen Konzerthäusern auf der ganzen Welt und wollten die Eröffnung nicht verpassen“, sagte Herbert Bosch. Auch andere Besucher an den Landungsbrücken zeigten sich beeindruckt: „Die Musik und die Lichter harmonieren wirklich toll“, sagte der 27-jährige Marcel Wiemers (27) aus Hamburg-Barmbek.

Unter den Besuchern gab es aber auch kritische Stimmen. „Für die kleinen Kulturprojekte werden immer mehr Gelder gestrichen. Es ist unfassbar, wie viel für dieses einzelne Bauwerk ausgegeben wurde“, sagte der Hamburger Manuel Voss (36). Das Konzerthaus kostete mit 789 Millionen Euro Steuergeldern etwa zehnmal soviel wie veranschlagt.

Der wellenförmige Glasbau der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron ist an der höchsten Stelle 110 Metern hoch - fast so hoch wie der Hambur

Der wellenförmige Glasbau der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron ist an der höchsten Stelle 110 Metern hoch - fast so hoch wie der Hamburger Michel mit 132 Metern.

Quelle: dpa

Von RND/are/ton/wer/dpa

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