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Die blassblauen Ränder der Stadt

Kunst in Lehrte Die blassblauen Ränder der Stadt

Die in Hannover lebende Künstlerin Emmanuelle Tanais Aupest beschäftigt sich mit dem urbanen Raum. In der städtischen Galerie Lehrte zeigt sie Bilder von den Rändern der Stadt: Ampelanlagen, Straßenkreuzungen und Hochspannungsleitungen. Dabei kombiniert sie Zeichnungen und Fotografien.

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Lehrte. Die Stadt ist blassgrün oder bräunlich oder auberginefarben. Sie sieht ungesund aus. Sie schimmert in den Farben eines kalten traurigen Morgen nach einer üblen Nacht. Emmanuelle Tanais Aupest hat die Stadt an ihren Rändern fotografiert. In den Vororten, wo die Versorgungsstränge und die Ausfallstraßen einander kreuzen. An den Einfallstraßen, wo die Brücken Straßen und auch andere Brücken überspannen, dort wo die Hochspannungsleitungen irre Muster in den Himmel zeichnen. Es sind Unorte des urbanen Raums, die Emmanuelle Tanais Aupest reizen. Hier findet sie grafische Strukturen, die sie interessieren. Ihre Randbilder des Großstädtischen zeigen Schönheit gerade dort, wo kaum jemand sie vermutet.

Sind ihre Werke menschenleer, überzeugen sie besonders. Treten aber Menschen auf, wirken sie in ihrer betonten Konturiertheit wie Comicwesen. Dann verschwindet die Poesie des Randständigen plötzlich auf merkwürdige Weise.

Bis 10. April in der städtischen Galerie Lehrte, Alte Schlosserei 1.

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Am 25. März (Karfreitag) und 27. März (Ostersonntag) ist die Galerie geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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