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Roger Cicero und Band im Capitol

Feiern mit Frank Sinatra Roger Cicero und Band im Capitol

Seit fast 25 Jahren macht Roger Cicero Musik zwischen Pop, Jazz und Swing. Zum 100. Geburtstag von Jazzlegende Frank Sinatra wagte er sich nun im Capitol vor 900 Fans an ein ganzes Cover-Konzert mit Sinatra-Songs wie "Something stupid" und "Come fly with me".

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Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Mit Coverversionen ist das so eine Sache. Es kann gut gehen, so gut, dass man irgendwann das Cover für das Original hält. Doch es kann auch fürchterlich schief gehen. Roger Cicero, seines Zeichens Gute-Laune-Jazzsänger, der  einst für Deutschland beim Eurovision Song Contest angetreten war, hat sich jetzt an eine Covermission gemacht,  deren Grad zwischen Erfolg und Scheitern hauchdünn ist. Zum 100. Geburtstag von Jazzlegende Frank Sinatra hommagiert Cicero das Idol mit einem Cover-Konzert. 

Zum 100. Geburtstag von Jazzlegende Frank Sinatra wagte sich Roger Cicero im Capitol vor 900 Fans an ein ganzes Cover-Konzert mit Sinatra-Songs.

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Der Stil stimmt schon mal.  Trotz tropischer Temperaturen trägt Cicero am Montagabend Hut, Suit and Tie. Seine Bigband ebenso. Dann legen sie los. "Come fly with me,  let's fly, let's fly away". Eine Nummer, die schon bei Sinatra locker-leicht rüberkam. Für den dauerfröhlichen, energiegeladenen Cicero eine leichte Aufgabe,  die er gut meistert. 

Auf 100 Prozent Sinatra hat er es auch gar nicht abgesehen, er setzt eigene kleine Akzente.  Mal eine verkürzte Silbe hier,  ein Wohoo da, wo im Original nichts ist. Charmant.

Doch auch wenn Cicero den Sinatra sehr überzeugend gibt, bei "I've got you under my Skin" offenbart sich, dass ihm ein kleines, aber entscheidendes Detail fehlt: das anzüglich-schnurrende  Timbre, das die Frauen an Sinatra so liebten. Cicero will nicht verführen, er will gute Stimmung machen.  Und zumindest das gelingt ihm problemlos. Das Publikum wippt, klatscht und schnippst. Das hätte Frankie gewiss auch gefallen.  

Von Isabel Christian

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