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Kultur Jan Böhmermann gewinnt Grimme-Preis für "Varoufake"
Nachrichten Kultur Jan Böhmermann gewinnt Grimme-Preis für "Varoufake"
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13:10 09.03.2016
Jan Böhmermann ist einer der Preisträger bei der diesjährigen Vergabe des renommierten Grimme-Preises. Quelle: dpa
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Essen

RTL gewann eine der renommierten TV-Auszeichnungen für die Spionageproduktion "Deutschland 83". Das ZDF räumte mit "Patong Girl" ab. Die TNT-Serie "Weinberg" war ebenso erfolgreich wie die für das Internet produzierte Sendereihe "Marhaba - Ankommen in Deutschland" (N-TV). Der erstmals für besondere journalistische Leistung vergebene Grimme-Preis ging an den Südwestrundfunk (SWR) für die Recherche "Tödliche Exporte".

ZDF-Satiriker Jan Böhmermann bekam den Grimme-Preis für seine Satire "Varoufake" im "Neo Magazin Royale". "Für eine Nacht hat Jan Böhmermann die Medienrepublik in Aufruhr versetzt", schreibt die Jury in ihrer Begründung. "Er hat behauptet, seine Redaktion habe das Varoufakis-Video mit dem Stinkefinger erst erfunden, dann ins Netz geschmuggelt und schließlich beobachtet, wie sich die skandalhungrigen Medienverwerter gierig darauf stürzten und nur noch den Stinkefinger sehen wollten." Böhmermann bedankte sich für die Auszeichnung auf gewohnt ungewöhnliche Art und Weise via Twitter – nämlich mit einem Stinkefinger. 

Olli Dittrich gewann mit der WDR-Produktion "Schorsch Aigner - der Mann, der Franz Beckenbauer war" bereits seinen vierten Grimme-Preis: "Das wichtigste ist, man hält den Ball flach", sagte Dittrich am Mittwoch in Essen.

In der neu geschaffenen Kategorie Kinder & Jugend gewann der „Club der roten Bänder“ (Vox) sowie „Ene Mene Bu“ (KiKa). Der zum ersten Mal vergebene Innovationspreis in der Unterhaltung ging an „Streetphilosophy“ (RBB/Arte).
Die Kategorie Information & Kultur bleibt eine Domäne der Öffentlich-Rechtlichen: Die Langzeit-Doku „Göttliche Lage“ (WDR/Arte), „Vom Ordnen der Dinge“ (ZDF/Arte) und „Die Folgen der Tat“ (WDR/SWR/NDR) bekamen die renommierte Trophäe. Hier hielt „Marhaba“ (n-tv) mit dem Spezialpreis die Fahne der Privaten hoch.

Die Vergabe der Preise war reformiert worden, um der digitalen Entwicklung Rechnung zu tragen. Der Preis für das ausschließlich für das Netz produzierte „Marhaba“ sei ein Resultat der Reform. 76 Produktionen und besondere Einzelleistungen aus mehr als 800 Einreichungen waren nominiert. Die Auszeichnungen werden am 8. April 2016 im Theater der Stadt Marl verliehen, dem Sitz des Grimme-Instituts.

dpa/ewo

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