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Kultur Friedenspreis für Kinderbuch über Ghetto
Nachrichten Kultur Friedenspreis für Kinderbuch über Ghetto
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17:51 26.09.2014
Das Kinderbuch „Fräulein Esthers letzte Vorstellung" wurde mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis ausgezeichnet. Quelle: Gimpel-Verlag
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Düsseldorf

Das Buch sei eine brillant erzählte Geschichte aus der NS-Zeit über Selbstlosigkeit und den Mut, sich der Grausamkeit der deutschen Besatzungsmacht zu widersetzen, erklärte die nordrhein-westfälische Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) bei der Preisverleihung am Freitag in Düsseldorf. Die ungewöhnliche Gestaltung mit Zeichnungen, Fundsachen und Dokumenten schaffe eine starke emotionale Nähe. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert.

„Fräulein Esthers letzte Vorstellung" erzählt die authentische Geschichte der letzten drei Wochen des Waisenhauses im Warschauer Ghetto und seines Leiters, des Kinderarztes Janusz Korczak. Um Trost und Zuversicht zu spenden, lässt der Arzt die Kinder ein Theaterstück aufführen. Unter Anleitung von Fräulein Esther üben sie ihre Rollen ein und vergessen dabei Krankheit und Hunger. 1942 werden Esther und Korczak im Vernichtungslager Treblinka umgebracht.

Schriftsteller Adam Jaromir hat in Hannover und Florenz Germanistik und Italianistik studiert. Er arbeitet als Verleger, Autor und Übersetzer in Hannover. Die Illustratorin Gabriela Cichowska und die Grafikerin Dorota Nowacka studierten beide Grafik an der Akademie der Schönen Künste in Krakau und sind heute freiberuflich tätig.

Der Gustav-Heinemann-Friedenspreis gilt als eine der wichtigsten friedenspolitischen Auszeichnungen für Kinder- und Jugendbücher. Die Ehrung wird seit 1983 von der nordrhein-westfälischen Landesregierung vergeben und erinnert an den ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Prämiert werden Kinder- und Jugendbücher, die durch ihre literarisch-ästhetische Qualität überzeugen und junge Leute ermutigen, sich für Menschenrechte, Gewaltfreiheit, Toleranz und Zivilcourage einzusetzen.

epd

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